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Gabi Zaglauer-Swoboda, Christoph Nadler, David Grothe und Thomas Hummel vor dem Taufkirchner Rathaus.

Bürgermeisterkandidat steht fest

Grothe will Erfolgswelle nutzen

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Vor zehn Jahren war es ein Pflänzlein, mittlerweile haben die Triebe einen starken Strunk wachsen lassen: Die Taufkirchner Grünen treten bei der Bürgermeisterwahl im März 2019 mit ihrem zum zweiten Mal gekürten David Grothe an. Sie sind zuversichtlich, dass sie diesmal ein gutes Ergebnis einfahren und in die Stichwahl gelangen.

Taufkirchen– Den ersten Sprung ins kalte Wasser wagte David Grothe (32) vor fünf Jahren: „Damals war ich noch nicht so verwurzelt.“ Mittlerweile stieg sein Bekanntheitsgrad, unter anderem durch seine Initiativen als Gemeinderat. Bundesweit schwimmen die Grünen auf einer Erfolgswelle, und auch Grothe fühlt sich davon emporgetragen. In Taufkirchen spricht viel für eine Verbesserung der Prozentpunkte bei der Wahl. „Bei jeder Mitgliederversammlung muss ein zusätzlicher Stuhl her“, sagt der Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Christoph Nadler, beim Pressegespräch im Zinners.

Auch privat hat sich Grothe weiterentwickelt. Vor fünf Jahren hatte er noch ein Studium laufen. Hauptberuflich war er Bibliothekar. Hinzu kam ein Studium der Soziologie, das er 2017 mit dem Master abgeschlossen hat.

Seine berufliche Arbeit bei der Deutschen Rentenversicherung hält er für ideal geeignet, um zu erleben, wie Verwaltungen funktionieren. Er glaubt, dass er von diesem Wissen einiges im Rathaus einbringen kann.

Säße er im Bürgermeisterzimmer, würde David Grothe als Erstes ein Radverkehrskonzept umsetzen, „damit die Bürger eine Alternative zum Automobilverkehr sehen“. 40 Problemstellen wurden von Bürgern genannt. „Ich hoffe, dass uns das Konzept, das für die Gemeinde derzeit erstellt wird, heuer vorgestellt wird.“ Falls er Bürgermeister wird, ist sein Plan, dass Taufkirchen die fahrradfreundlichste Kommune im Landkreis wird. Des Weiteren geht es ihm die Vernetzung von Fuß- und Radverkehr mit ÖPNV. „Da kommt das Auto jetzt erst mal nicht vor.“

Neben diesem Hauptthema will Grothe auch die Verbesserung des Klimaschutzes sowie einen sozialen Wohnungsbau vorantreiben und eine Kita-Offensive starten. Erfahrung sammelt er auf diesem Gebiet gerade. Tochter Lia hat im vergangenen Jahr das Licht der Welt erblickt.

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