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Heimspiel im Kulturhaus: Deschowieda sorgten für mächtig Stimmung.

Kulturhaus Taufkirchen

Deschowieda: Von weiblichen Fans umlagert

Vom ersten Takt an brachten „Deschowieda“ Stimmung ins sehr gut besuchte Kulturhaus Taufkirchen.

Taufkirchen – Dabei gaben die fünf Musiker aus dem Landkreis gleich zu Anfangs das Motto für den Donnerstag-Abend, dem „kleinen Freitag“, wie Sänger Max Josef Kronseder meinte, vor: „Heid moi ned an moing denga, einfach oane eischenga“.

Bekannt wurde die Volksmusik-Pop-Formation durch Youtube-Videos in denen sie Chart Hits in Mundart covern. So textete Max Josef Kronseder auf „Timber“ von Kesha „Wos gestern war, des woas i nimma“, gemeinsam mit Monika Gruber interpretierten sie den Sommerhit „Despacito“ als „Wos passiert do“. Beide Lieder fehlten auch in Taufkirchen nicht. Der Großteil des „Deschowieda“-Programms sind aber eigene Kompositionen.

Mit der Grundbesetzung Steirische Harmonika, Gitarre, Tuba, Trompete und Schlagzeug brachten sie Jung und Alt, Schüler und Familien im Kulturhaus zum Tanzen und Mitsingen. Sogar eine lange Polonaise formierte sich spontan und zog ihre Runden durch den Konzertsaal. Flexibel zeigte sich die Band mit ihrer großen Auswahl an Instrumenten, fast mit jedem Stück wechselte die Besetzung. Schlagzeuger Felix Ranft zeigte, dass man auch mit zwei Holzlöffeln rhythmisch begleiten kann, Sänger Max Josef Kronseder spielte zwischendurch Mundharmonika, Tobias Reinhard Loechle beherrscht neben der Harmonika Ukulele und Kontrabass und Tuba- und Trompetenbläser Johannes Benedikt Loechle hatte auch eine Geige dabei.

Nicht nur sprachlich, auch inhaltlich bleiben Deschowieda in Bayern. In ihren Texten geht es um „Schuahplattla“, Knödel und bayerische Stereotypen, wie den „Grantler“ oder den „Gschaftlhuber“. Dazu haben die Erdinger eine große Vorliebe für bayerische Phrasen: „Schau ma moi, dann seng mas scho“, „Scheiß da nix, dann feid da nix, oder „Jünger kemma nimma z’samm“, singt Kronseder.

Nachdem sich die Volksmusiker mit einem „Servus, Habe d’Ehre, Pfiad eich und Auf Wiederschaun“-Ska vom begeisterten Publikum verabschiedet hatten, wurde der Backstage-Raum und der Verkaufsstand von überwiegend jungen Frauen belagert, die noch ein Autogramm ergattern wollten. Fabian Holzner

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