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Der Ludwig-Bölkow-Campus

Diskussion im Taufkirchner Gemeinderat über eine bessere Anbindung des Ludwig-Bölkow-Parks

Geistesblitz Autotram

  • Doris Richter
    vonDoris Richter
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Der Ludwig-Bölkow-Park soll künftig besser mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein. Das wünscht sich der Gemeinderat Taufkirchen und wird aktiv. Er hat einem Antrag von Peter Hofbauer (FW) zugestimmt, dafür Vorschläge einzubringen.

Taufkirchen – Im Hinblick auf die Pläne der Bayerischen Staatsregierung, dort mit dem Programm Bavaria One Europas größte Fakultät für Luft- und Raumfahrt der TU München anzusiedeln, sei es „nicht nur sinnvoll, sondern zwingend erforderlich“, für eine bessere Anbindung an den ÖPNV zu sorgen, sagte Hofbauer. Knapp 2000 Studienplätze sollen auf dem neuen Campus entstehen. Außerdem planen der Landkreis und Airbus dort mit weiteren Partnern ein Gründerzentrum mit Schwerpunkt Luft- und Raumfahrt und Mobilität der Zukunft.

Für den Autoverkehr ist das Gelände über die Autobahn-Anschlussstellen Taufkirchen und Unterhaching gut erreichbar, aber durch die umliegenden Gewerbegebiete auch gut ausgelastet. Schon öfter wurde in der Vergangenheit über eine Verlängerung der U 5 ab Neuperlach Süd diskutiert. „Das wären etwa fünf Kilometer, wovon jeder mindestens 100 Millionen Euro kostet“, sagt Peter Hofbauer. „Abgesehen davon, dass das zehn bis 15 Jahre dauern würde, bis sie fertig ist.“ Er bringt eine weitere Variante ins Spiel: Eine Autotram, eine elektrisch betriebene Tram, die weder Oberlandleitung noch Schienen benötigt und auf einer schmalen Spur fährt. Auch eine Trasse hat er im Auge: Sie führt unter anderem durch das als Grünfläche festgesetzte Gebiet östlich der A 8. „Rund zwei bis drei Jahre würde der Bau dauern“, sagt Hofbauer. Auch die Nutzung autonomer Fahrzeuge wäre denkbar. Bei gleichzeitigem Betrieb von vier Autotrams sei ein 5-Minuten-Takt in beide Richtungen realisierbar.

Zudem beantragten die Freien Wähler, den Bebauungsplan auf dem Gelände dahingehend zu ändern, dass neben der Ansiedlung von Gewerbe auch die Nutzung einer Fläche für den Bau eines Studentenwohnheims möglich wird. Das sei wichtig angesichts 2000 neuer Studienplätze und der gleichzeitig immer schwierigeren Situation auf dem Münchner Wohnungsmarkt.

Dem stimmte der Gemeinderat zu, ebenso dem Vorhaben, dass die Grünfläche bei Bedarf für den ÖPNV genutzt wird. Zudem beschloss das Gremium, Expertisen und Stellungnahmen einzuholen, unter anderem von den betreffenenden Gemeinden, der Universität der Bundeswehr, dem Ludwig-Bülow-Campus, vom Fraunhofer Institut und dem Freistaat. Diese sollen dann an das Referat für Stadtplanung und Bauordnung weitergeleitet werden, das dann die Anbindung des Ludwig-Bölkow-Parks mit Autotram, Elektrobussen oder U-Bahn prüft.

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