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Sie haben den selten vergebenen Ehrenring von Landrat Christoph Göbel bekommen: (v.l.) Maria Knoller, Susanna Tausendfreund, Herrmann Rumschöttel und Eberhard Reichert.   

Ganz seltene Auszeichnung

Ehrenring für vier Politiker

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Nur 29 Personen dürfen ihn zeitgleich tragen, 26 sind vergeben - seit jetzt. Vier Kommunalpolitiker haben den Ehrenring des Landkreises erhalten.

Landkreis – Weil sie sich „wirklich verdient gemacht haben“ ums Gemeinwohl, wurden die Kommunalpolitiker Susanna Tausendfreund, Maria Knoller, Eberhard Reichert und Hermann Rumschöttel von Landrat Christoph Göbel (CSU) mit dem selten vergebenen Ehrenring des Landkreises ausgezeichnet. Der Festakt im Wolfschneiderhof in Taufkirchen war eine kurzweilige, warmherzige Angelegenheit. Göbel hielt alle vier Laudationes frei, er sprach sehr persönlich. Da zückte mancher das Taschentuch. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Badergassen-Musi.

Der Ehrenring ist eine Auszeichnung, mit der der Landkreis nicht gerade um sich wirft. 350 000 Einwohner hat der Speckgürtel um München, nur 29 dürfen zur gleichen Zeit das Schmuckstück besitzen. 26 Ringe sind – seit Dienstag – vergeben.

Maria Knoller aus Aschheim

Maria Knoller erhielt die Ehrung, weil sie seit neun Jahren für die CSU im Kreistag sitzt, dem Aschheimer Gemeinderat seit 27 Jahren angehört und 15 Jahre als Kreisbäuerin fungiert hat. Im zunehmend urbanisierten Umkreis von München sei es nicht leicht, die Stimme der Landwirtschaft zu behaupten, meinte Göbel. Maria Knoller habe das mit Nachdruck gemacht, aber „nie verletzend, nie vorschnell“.

Eberhart Reichert aus Gräfelfing

Eberhard Reichert war in Gräfelfing schon Bürgermeister für die Freien Wähler, da wurde Christoph Göbel dort gerade geboren. Und als der aktuelle Landrat erwachsen war, war Reichert, das „Urgestein der Kommunalpolitik“, immer noch am Ruder. „Bei ihm bin ich in die Schule gegangen“, sagte Göbel. Er sehe es noch vor sich, wie der ehemalige Rathauschef gern in der Gemeinde herumspazierte, „um nach dem Rechten“ zu sehen. „Es gibt wenige Menschen, die so offen sind für Argumente wie Du“, sagte Göbel zu seinem Amtsvorgänger, der auch in vielen anderen Funktionen „wesentliche Spuren hinterlassen“ habe.

Susanna Tausendfreund aus Pullach

Susanna Tausendfreund, Pullachs Bürgermeisterin, die den Grünen angehört, sei wiederum besonders jung in die Kommunalpolitik eingestiegen. Mit zarten 21 Jahren war sie schon Gemeinde- und Kreisrätin, letzteres ist sie bis heute. Zwischendurch saß sie zwei Legislaturperioden lang im Landtag. „Du hast fast alle Aufgaben übernommen, die möglich waren“, sagte Göbel zu ihr. Dabei setzte sie sich für ihre Anliegen „mit gutem Humor und vornehmer Zurückhaltung“ ein. Sie sei immer mit „Herz und Verstand“ bei der Sache gewesen. Tausendfreund meinte, sie habe viel gelernt in der Kommunalpolitik. Aber am meisten bewirken könne sie vor der Haustür als Gemeindeoberhaupt.

Hermann Rumschöttel aus Neubiberg

Auch Hermann Rumschöttel, Ehemann der ehemaligen, auch mit dem Ehrenring ausgezeichneten Landrätin Johanna Rumschöttel, war lange Gemeinderat in Neubiberg, für die SPD. Aber er hat sich vor allem als Historiker verdient gemacht. „Sie sind das historische Gewissen des Landkreises“, sagte Göbel. Rumschöttel habe Heimatverständnis zu verknüpfen gewusst mit Geschichtsbewusstsein. Sehr viele Heimatbücher im Landkreis gehen auf sein Konto. Und wenn er eine seiner Ausstellungen eröffnete, seien die Reden „wissenschaftlich und rhetorisch vollendet“ gewesen.

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