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Ein verwirbelungsfreier Luftstrom mit bis zu 285 km/h realisiert den menschlichen Traum vom Fliegen: Ab dem Frühjahr 2017 ist dies im Windtunnel der Jochen Schweizer Arena in Taufkirchen (hier eine Animation) möglich.

Jochen Schweizer Arena

260 000 Erlebnishungrige erwartet

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Taufkirchen - Noch ungefähr sieben Monate, dann geht es los: In Taufkirchen eröffnet im Frühjahr 2017 die Jochen Schweizer Arena.

Zweieinhalb Jahre lang haben bis zu 30 Leute über der Frage gebrütet, wie die Multi-Erlebnis-Destination mit Windtunnel und Surfwelle heißen soll. Jetzt steht der Name fest: Voraussichtlich im Februar 2017 öffnet in Taufkirchen die „Jochen Schweizer Arena“ ihre Pforten für die Erlebnishungrigen.

Wie schon so oft in seinem Leben hat Jochen Schweizer mal wieder seiner Intuition vertraut. „Es war“, sagt der 59-Jährige, „ein Gefühl.“ 

Dass sein Name vorkommen musste: klar. Aber der Zusatz – „Land“ (wie bei Lego) oder „Welt“ (wie bei BMW)? Jochen Schweizer empfand derlei als „zu inflationär“. Und sinnierte, was denn ihn und seine Marke charakterisiere: Energie, Dynamik. Dazu der Gedanke, „dass die User selbst für den Inhalt sorgen“: Die einen erfüllen sich den Traum vom Fliegen oder Surfen, die anderen schauen ihnen dabei zu. „Das ist das Wesen der Arena. Und deswegen die Namensfindung die richtige.“ 

Zusammen mit Wolfgang Langmeier, dem CEO seines 300 Mitarbeiter starken Firmen-Imperiums, hat Jochen Schweizer am Mittwoch das Konzept für seine Erlebnis-Arena vorgestellt – inklusive einer Baustellenbesichtigung in Taufkirchen. Dort werden ab 2017 pro Jahr 260 000 zahlende Arena-Nutzer erwartet; plus Zuschauer, die kostenfrei Zutritt erhalten. 

Seinen Anspruch formuliert Schweizer so: „Das darf nicht irgendwie hingestottert, sondern muss großartig sein.“ 

Wird es, wenn man ihm und Langmeier zuhört. Wenn sie ihre Begeisterung für jedes kleinste Detail transportieren. Allein die architektonische Form: Aus der Luft sieht die Jochen Schweizer Arena aus wie ein riesiger Propeller. „Sowas gibt’s kein zweites Mal auf der Welt. Wir wollen, dass bei Google Earth jeder diese Landmarke erkennt und die Dynamik spürt, die dahinter steckt“, schwärmt Schweizer. 

Hauptattraktion wird der Windtunnel sein, der Kindern ab vier Jahren ebenso das Fliegen ermöglicht wie Profis, beispielsweise Formationsfallspringern – eine stufenlose Regulierung des Luftstroms macht’s möglich. Die bis zu 1,40 Meter hohe Surfwelle ist der am Eisbach nachempfunden, mit 26 Grad Wassertemperatur aber deutlich komfortabler. 

„Professionelle Lässigkeit“ verspricht Langmeier für die Gastronomie, ohne dass es einen Zwang zum Konsumieren gebe: Wer man kann (gratis) einfach bloß zuschauen. Langmeier spricht von „Inszenierung“, prophezeit „Indoor-Aktivität mit Outdoor-Gefühl“. Auf jeden Fall wird es spannend, für die Aktiven ebenso wie für deren Beobachter: typisch eben für eine Arena.

Daten und Fakten zu Windtunnel und Welle

Eröffnet werden soll die Jochen Schweizer Arena in Taufkirchen, vis-a-vis vom Ikea, voraussichtlich im Februar 2017. Der Vorverkauf für Windtunnel und Surfwelle mit Angebotspreisen läuft schon (www.jochen-schweizer.de/arena). Ein Startpaket Surfen (inklusive Ausrüstung) kostet 35 Euro, das Fliegen im Windkanal (mit Einweisung und Videoanalyse) 49 Euro. Insgesamt investiert der 59-Jährige etwa zehn Millionen Euro in das Projekt. Das Grundstück direkt an der Autobahnausfahrt Taufkirchen-Ost ist 15 000 Quadratmeter groß, die Erlebnisfläche summiert sich auf 2357 Quadratmeter. Für Besucher stehen 106 Parkplätze zur Verfügung. Sie sind kostenlos – ebenso wie der Eintritt für Zuschauer. Die Arena wird 365 Tage im Jahr geöffnet sein und beinhaltet neben Windtunnel und Surfwelle im Outdoorbereich auch einen Hochseilgarten mit drei Ebenen und unterschiedlichen Schwierigkeitsbereichen, ferner eine multifunktionale Kongress-, Event- und Tagungsfläche sowie ein Gastronomie-Konzept mit Restaurant und Kochschule. Am Standort in Taufkirchen werden 40 bis 50 Mitarbeiter beschäftigt sein. Pro Jahr werden 260 000 zahlende Besucher in der Jochen Schweizer Arena erwartet, die sich zugleich als „Premium-Autobahnraststätte mit Live-Entertainment“ positionieren will.

Bilder: So soll die "Jochen Schweizer Arena" aussehen

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