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Die Zahlen als Balken: Nur wenige Feuerwehren im Landkreis müssen so oft ausrücken wie die Taufkirchner.

Freiwillige Feuerwehr Taufkirchen rückt zu 805 Einsätze aus

Die Belastungsgrenze ist erreicht

  • Sebastian Schuch
    vonSebastian Schuch
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Das Jahr 2018 war für die Freiwillige Feuerwehr Taufkirchen das zweiteinsatzreichste ihrer Geschichte: 805 Mal rückten die Ehrenamtlichen aus, nur 2015 waren es, unter anderem wegen Sturmtief Niklas, mit 895 mehr. Kommandant Michael Huber ist zufrieden mit seiner Mannschaft, weiß aber auch, dass sie an der Leistungsgrenze ist.

Taufkirchen – Auf 4157 Einsatzstunden kamen die Taufkirchner Kameraden im vergangenen Jahr, dazu kommen noch einmal 4389 für Übungen, Aus- und Fortbildung. Macht über 8500 ehrenamtliche Stunden. Dass die Einsätze häufig zwischen 6 und 18 Uhr stattfanden, machte es nicht einfach. „Es gibt eine ganz große Kulanz von den Arbeitgebern. Etliche verlangen keinen Dienstausfall“, sagt Michael Huber dankbar.

2,2 Mal rückte die Taufkirchner Feuerwehr im Schnitt pro Tag aus. Den ungewöhnlichsten Einsatz des Jahres erlebte die Mannschaft aber erst am 30. Dezember: Ein Pferd war in der Kiesgrube im Lanzenhaarer Weg bis zur Brust im Matsch eingesunken. „Ein Pferd in der Schlammgrube haben auch wir nicht oft“, sagt Huber.

Die Rettung des Pferdes war eine von insgesamt 341 technischen Hilfeleistungen der Feuerwehr Taufkirchen im vergangenen Jahr. Viele Einsätze dieser Kategorie spielten sich auf der Autobahn ab. Etwa zwei Mal im Monat rückte sie dorthin aus. „Das war wieder sehr viel, nachdem es die Jahre zuvor eher ruhig war“, sagt Huber.

Die eigentliche Kernaufgabe der Feuerwehr, das Feuerlöschen, nahm im vergangenen Jahr nur 13 Prozent der Einsätze ein. 104 Mal rückten die Taufkirchner zu einem Brand aus. Mit dabei: Der Feuerteufel, der im zweiten Jahr in Folge zur Osterzeit zahlreiche Brände im südöstlichen Landkreis gelegt hatte.

316 Mal unterstützte die Feuerwehr den First Responder des Malteser Hilfsdienstes, vor allem am Wochenende und in der Nacht. 44 Einsätze fallen außerdem in die Kategorie Sonstiges. Dazu zählen die Gewährleistung der Brandsicherheit bei anderen Organisationen oder die Unterstützung des Rettungsdienstes.

Auch wenn die Feuerwehr Taufkirchen das Jahr 2018 gut gemeistert hat, gibt Kommandant Huber zu, dass die Belastungsgrenze erreicht ist: „Es dürfte nicht mehr viel mehr werden.“

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