Friedhofsgebühren in Taufkirchen steigen

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Die Friedhofsgebühren in Taufkirchen steigen. Kostete eine Erdbestattung mit Trauerfeier plus zehnjährigem Nutzungsrecht bisher rund 1240 Euro, so muss dafür ab sofort 1695 gezahlt werden. Seit 2011 hat es hier keine Erhöhung der Beerdigungskosten gegeben. Der Gemeinderat stimmte der neuen Gebührensatzung zu.

Taufkirchen– „Eine unumgängliche Gebührenanpassung“, betont Christiane Steinhart (62), Leiterin von Standesamt und Friedhofsverwaltung. Seit Jahren schon sei die Satzung unverändert. Der gemeindliche Friedhof Am Wald ist parkartig gestaltet, ein würdevoller Ort. Möglich machte dies auch die Investition der Gemeinde von 1,4 Millionen Euro für dessen Sanierung. Die Aussegnungshalle mit neuem Anbau ist das Herzstück.

Die Sanierung hatte Mitte 2016 unter anderem für Diskussionen gesorgt, da der Gemeinderat zwar 1,1 Millionen Euro gebilligt hatte, die Kosten aber auf 1,7 Millionen zu explodieren drohten (wir berichteten). „Der Unterhalt der Parkanlage kostet, das macht sich in der Kalkulation bemerkbar“, erläutert Steinhart. Bei den Grabnutzungsgebühren liegt der Kostendeckungsrahmen jetzt bei 80 Prozent, bei den Bestattungsgebühren bei 70 Prozent. Die Gemeinde stockt den Rest auf.

„100 Prozent können wir unseren Bürgern nicht zumuten“, betont Bürgermeister Ullrich Sander (parteifrei). „Wir machen hier dennoch eine signifikante Kostensteigerung“, urteilte Herbert Heigl (CSU). Die Bestattungsgebühren setzen sich zusammen aus den Leistungen des Vertragsbestatters, den Gebäudenutzungsgebühren und den Verwaltungskosten. Die Kosten des Gemeindefriedhofes und des gemeindlichen Aufbewahrungshauses waren durch den Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband (BKPV) neu kalkuliert worden.

Einige Beispiele, was auf den Bürger zukommen kann: Kostete eine Erdbestattung mit Trauerfeier zuvor um 590 Euro, muss künftig etwa 915 Euro bezahlt werden. Dazu kommt das Nutzungsrecht für das Einzelgrab für zehn Jahre : vorher 650 Euro, künftig 780 Euro exklusiv Verwaltungsgebühren. Eine Beisetzung in der Urnennische kostete früher 30 bis 45 Euro pro Jahr, künftig 60 Euro, also 600 Euro für zehn Jahre, zahlbar auf einen Schlag. Ein Urnengrab kostet künftig 66 Euro statt 40 Euro. „Seit Herbst gibt es auch eine Urnengemeinschaftsanlage“, berichtet Steinhart. Ein Platz für zwei Urnen, gruppiert um eine Stele, schlägt mit 840 Euro zu Buche.

„Die neuen Preise gelten ab sofort, bestehende Verträge werden nicht angetastet“, versichert Steinhart. Nicht nur die Gebührensatzung, auch Friedhofs- und Bestattungssatzung wurden reformiert.

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