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Dieses Foto entstand um 1910. Es zeigt die letzte Bewohnerin des Wolfschneiderhofes als kleines Mädchen, hier mit ihrer Familie. Bis zu ihrem Tod durch einen Verkehrsunfall am 1. April 1982 lebte Anna Seidl in dem historischen Anwesen.

Wolfschneiderhof

Griabiges Fest dank findigem Verein

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Taufkirchen - Bei Sonnenschein ist die Johannidult im Wolfschneiderhof ein Publikumsmagnet - heuer war es anders.

Diesmal  regnete es fast den ganzen Tag. Der Gastgeber, der Förderverein des Heimatmuseums, konterte und zog findig alle Register.

„Beinahe jeden Tag der vergangenen Woche haben wir mit unserem Bäcker und Fleischer telefoniert und die Bestellung reduziert“, erzählt Helmut Rösch (75), langjähriges Mitglied des Fördervereins und seit 2013 Vorsitzender. In der Regel gingen auf der Dult bis zu 700 Essen über den Tresen. Diese Menge war heuer nicht einmal ansatzweise zu toppen. 

Aber dennoch: Die meisten Plätze im Stadel und auf der Empore waren über den Tag größtenteils belegt. Die Taufkirchner Blaskapelle spielte auf, es war ein richtig „griabiges“ Fest. Besucher, die erstmals kamen, vermissten vermutlich nichts – Stammgäste doch einiges. „Wir haben aufgrund der Wetterprognosen einige Änderungen vornehmen müssen“, bedauert Rösch. 

Die Johannidult punktet gerade durch das Programm auf dem Hofgelände. Noch im Vorfeld hatte der Förderverein den wunderschönen Bauerngarten auf Vordermann gebracht. Hier gibt es sonst in geschmückten Holzbuden schöne Dinge und Spezialitäten zu kaufen. Heuer sagten dazu auch Hasenzüchter und Schäfer ab. „Die Tiere sind gerade bei den Jüngsten beliebt“, weiß Rösch. Auch Messerschleifer, Schützenverein und Bierbrauer fehlten. Einige der Anbieter fanden dann aber doch im Stadel Platz, hier gab es für die Besucher unter anderem Honig und Kunsthandwerk. 

Andererseits blieb so für viele Besucher mehr Zeit, sich in dem zweigeschossigen Einfirsthof aus dem frühen 18. Jahrhundert umzuschauen. Elke Clemens (45) und Elisabeth Knaup (66) halfen dabei gern. Die beiden sind hier seit Jahren für die Führungen zuständig, sie kennen zu vielen der 2700 Exponate die Geschichte. „Ich komme immer gern her, es fühlt sich an wie ein zweites Zuhause“, sagt Elke Clemens. Wenn sie nicht in das alte dörfliche Leben eintaucht, unterrichtet sie Deutsch und Geographie am Gymnasium in Ottobrunn.

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