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Matteo Dolce (SPD) will Bürgermeister in Taufkirchen werden

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Von: Doris Richter

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Matteo Dolce traut sich das Amt zu. © SPD

Die Autobahn will er verschwinden lassen, Familien besser unterstützen und Investoren klare Ansagen machen: Matteo Dolce, Vorsitzender der Taufkirchner SPD, hat jetzt den Wahlkampf für die Kommunalwahl 2020 offiziell eröffnet und für das Bürgermeisteramt in Taufkirchen seinen Hut in den Ring geworfen.

Taufkirchen – Ende September wurde Mateo Dolce als Bürgermeisterkandidat der SPD Taufkirchen nominiert. Bereits im Januar präsentierte er mit Fraktionsvorsitzender Rosemarie Weber und Taufkirchens Zweitem Bürgermeister Alfred Widmann die SPD-Vision von einem Taufkirchen im Jahr 2050. „30 Jahre sind eine realistische Zeit, um auch größere Projekte voranzutreiben.“

Im Überblick: Kommunalwahl 2020 – Das sind die Parteien und Kandidaten im Landkreis München

Verkehr

Bis 2050 will Dolce die A 99 komplett einhausen. Auf der Fläche, die darüber entsteht, sollen Wohnungen entstehen. „Ein gewagtes Projekt“, gibt er selbst zu. „Doch es darf keine Denkverbote geben.“ Generell wünscht sich der 29-Jährige mehr Mut in der Gemeinde. „Wir werden gut verwaltet, aber zu oft heißt es: ,Dafür sind wir nicht zuständig oder das geht nicht‘“, findet Dolce. Er möchte mehr ausprobieren, etwa mit Pilotprojekten. Eine andere Kultur der Politikdurchsetzung fordert er. Etwa wenn es um Projekte geht wie die vorgeschlagene Verlängerung der U 5 bis zu Ikea. „Wir müssen ordentlich in den Gremien vertreten sein, die entsprechende Weichen stellen“, so Dolce. Und man müsse ein besseres Verhältnis zu den Nachbarn aufbauen. Nur so könne man seine Interessen voranbringen.

Wohnen

Für eine „massive Bebauung des Gemeindegebiets“ ist Dolce nicht zu haben. Mit ihm gebe es keine Bebauung des Grünzugs zwischen A 8 und Taufkirchen. Besonders wichtig findet er die Einführung fester und für alle Investoren verbindlicher Richtlinien für eine „Sozialgerechte Bodennutzung“, um diese stärker an den Kosten für notwendige Infrastruktur zu beteiligen. Bisher schließe die Gemeinde Einzelverträge mit Bauträgern ab, was laut Dolce sehr intransparent sei. „Wir müssen viel selbstbewusster gegenüber Investoren auftreten.“ Eine kommunale Mietpreisbremse soll dafür sorgen, dass sich Taufkirchner Wohnen hier leisten können.

Soziales

Ausreichend Betreuungsplätze für Kinder, am besten kostenfrei, wünscht sich Dolce. Dem Erziehermangel will er mit Wohnungen beikommen. Für Grundschulkinder soll es bis 2025 eine Ganztagsbetreuung bis 18 Uhr geben, auch in den Ferien. Die älteren Menschen will er aktiver über Angebote in der Gemeinde informieren.

Zuletzt will er ein flächendeckendes freies W-Lan für alle Taufkirchner umsetzen.

Offiziell zum Kandidaten gewählt werden kann Dolce erst bei einer Aufstellungsversammlung seiner Partei. Doch von den Genossen kam bereits viel Zuspruch: „Er ist sehr ambitioniert und hat gute Ideen“, sagt Rosemarie Weber. Gleichzeitig bleibe er bei der hitzigsten Diskussion sachlich und immer respektvoll.

Zur Person

1989 geboren in Italien, aufgewachsen in Schwabing 

2010 zog er nach Taufkirchen 

seit 2014 ist er stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Gemeinderat 

April 2018 Wahl zum neuen Vorsitzenden des SPD-Ortsverbandes Taufkirchen 

dreijährige Berufsausbildung im Verwaltungsdienst, zudem Studium Öffentliches Recht und Betriebswirtschaft derzeit arbeitet er für die Landeshauptstadt München im Büro der Leitung des Referates für Bildung und Sport seit er 13 ist, engagiert er sich im Rettungsdienst und Katastrophenschutz

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