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Grüner Überraschungssieger: Benjamin Adjei

78 Stimmen machten den Unterschied

Dieser Taufkirchner (28) hat eine grüne Wahl-Sensation in München geschafft 

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Auf der grünen Welle in den Landtag gesurft ist Benjamin Adjei. Der 28-Jährige Taufkirchner kegelte ein Mitglied der CSU-Staatsregierung aus dem Parlament.

Taufkirchen – Ein hauchdünner Vorsprung von 78 Stimmen hat einem Taufkirchner völlig überraschend den Einzug in den Landtag beschert: Benjamin Adjei (28) gewinnt für die Grünen das Direktmandat im Stimmkreis 105 (München-Moosach). Dort setzt sich Adjei mit 26,2 Prozent der Erststimmen gegen die CSU-Kandidatin Mechthilde Wittmann (26,1) durch, die Integrationsbeauftragte der Staatsregierung. Dabei hatte Adjei für den Wahlkampf nicht einmal eine eigene Homepage.

Ein Sozialkundelehrer brachte ihn in die Politik

Intern hat sich der gebürtige Tegernseer, dessen Vater aus Ghana stammt, bei den Grünen längst einen Namen gemacht, Adjei gehörte dem Orts- und Kreisvorstand sowie dem erweiterten Landesvorstand an. Posten, die er ruhen ließ, seit der Stadtverband ihn angesprochen hatte wegen der Kandidatur in Moosach. „Über die ,grüne Jugend‘ gab es viele Schnittmengen“, sagt der Informatiker, für den ein Direktmandat in den beiden Stimmkreisen des Landkreises kein Thema war: „Mit Markus Büchler und Claudia Köhler hatten wir dort schon Kandidaten mit tollen Profilen.“

Über einen Sozialkundelehrer an der FOS in Bad Tölz sei er einst zu den Grünen gekommen, erzählt Benjamin Adjei: „Er hat mein grünes Potenzial gesehen und meinte, wenn ich schon so viel an Politik herummeckern würde, solle ich auch etwas tun.“

Am Anfang glaubte er noch nicht an den Einzug

Als Taufkirchner habe er zu Moosach keinen direkten Bezug gehabt, „ich musste mich in diesen sehr heterogenen Stimmkreis mit unterschiedlichen sozialen Strukturen erst hineinarbeiten“. In den vergangenen Wochen habe er einen Stimmungswandel registriert: „Man spürte, das Momentum ist da.“ 

Dass es wirklich zum Direktmandat reichen würde, glaubte er zu Beginn der grünen Wahlparty in der Muffathalle trotzdem nicht – umso ausgelassener feierte Benjamin Adjei am Ende.  

Mehr zu den Ergebnissen in München und den sensationellen grünen Wahlerfolgen dort, finden Sie in diesem Ticker. 

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