Der Gemeinschaftsgedanke beeindruckte: Orchester, Chöre und Solisten brachten Mendelssohns Elias auf die Bühne.F: vev

Mammutwerk vereint über 100 Musiker

Taufkirchen - Es war vor allem der Gemeinschaftsgedanke, der bei dem Taufkirchener Elias-Projekt beeindruckte. Weit über 100 Mitwirkende sangen und musizierten auf der Bühne.

Unter der Gesamtleitung von Christian Rott führten Laienchöre mit einem Orchester, in dem viele hervorragende Musiker des Landkreises spielten, Elias, dieses große Oratorium von Felix Mendelssohn-Bartholdy in der Turnhalle der Grund- und Mittelschule Taufkirchen auf. Über 100 Musiker wirkten bei diesem Projekt mit. Gesangssolisten des Abends waren Angelika Niakan (Sopran), Benedikta Unangst (Alt), Mahdi Niakan (Tenor) und Werner Perret als Elias.

Es sangen die Liedertafel Taufkirchen, der Kirchenchor und Männerchor Wartenberg, der gemischte Chor „Hand in Hand“, der Stephanus-Chor aus Inning am Holz, das Gesangsensemble Nurmana sowie Projektsängerinnen und -sänger.

Gerade für die Laienchöre war es eine beachtenswerte Leistung, sich mit diesem über zweistündigen Mammutwerk auseinanderzusetzen. Unterstützt von einem hellwachen Orchester und mit ruhiger Hand vom Dirigenten Rott geleitet, beschworen die Chöre den heidnischen Gott Baal: „Baal, erhöre uns, wache auf! Warum schläfst du!“, forderten als entfesseltes Volk Elias’ Tod und erzählten vom sanften Wirken Gottes, der sich in einem Säuseln offenbarte. Hinreißend war Angelika Niakans strahlender Sopran, die ihre Partien mit fein nuanciertem Ausdrucksvermögen gestaltete.

Wunderschön von Altistin Benedikta Unangst gesungen und vom Orchester umsichtig begleitet, ging das bekannte „Sei stille dem Herrn“ ans Herz, bei dem sich Stimme und Querflöte im innigen Stelldichein fanden. Tenor Mahdi Niakan erweckte in seinem engagierten Vortrag Elias’ Gefährten Obadja zum Leben. Für Werner Perret als Elias war das Oratorium ein stimmlicher Kraftakt, wie man hören konnte. Hut ab vor der umfassenden Einsatzfreude der Liedertafel und ihrem Unterstützer-Team. Denn die Mitglieder waren nicht nur auf der Bühne gefordert. In der Pause und bei der netten Nachfeier kümmerten sie sich aufmerksam um die Bewirtung der Gäste. (vev)

Weitere Aufführung

Das Oratorium wird noch einmal am Samstag, 13. November, um 19 Uhr in der Wartenberger Strognhalle aufgeführt. Weitere Infos unter www.liedertafel-taufkirchen.de

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