Als Standort für eine Notrufsäule prädestiniert: Der Gemeinderat will im Bereich des Taufkirchner Bahnhofs einen öffentlich zugänglichen Defibrillator bereitstellen.
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Als Standort für eine Notrufsäule prädestiniert: Der Gemeinderat will im Bereich des Taufkirchner Bahnhofs einen öffentlich zugänglichen Defibrillator bereitstellen.

Gemeinderat lässt Notrufsäule am Bahnhof aufstellen

Mehr Defibrillatoren für Taufkirchen

  • Stefan Weinzierl
    vonStefan Weinzierl
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Die Gemeinde Taufkirchen wird im Bereich des S-Bahnhofs eine Notrufsäule mit einem öffentlich zugänglichen Defibrillator aufstellen lassen. Dafür haben sich alle Fraktionen in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates ausgesprochen.

Taufkirchen – Bürgermeister Ullrich Sander bezeichnete den entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion als „gute Sache“. Es sei wichtig, dass Bürger die Hemmschwelle überwinden, ein solches Gerät im Notfall zu nutzen, sagte er. Deshalb sei es sinnvoll, dass es Defibrillatoren auch an öffentlich zugänglichen Plätzen gebe. Auch Laien könnten das Gerät aufgrund der präzisen Anleitung problemlos nutzen.

Auch Matteo Dolce (SPD), der den Antrag initiiert hatte, hofft, dass die Berührungsängste mit dem medizinischen Gerät abnehmen, je mehr Defibrillatoren aufgestellt werden. Er erinnerte noch einmal daran, dass bei einem Herz-Kreislaufstillstand jede Sekunde zählt. Denn pro Minute ohne entsprechende Behandlung würde die Lebenswahrscheinlichkeit des Patienten um zehn Prozent sinken. „Denjenigen, die helfen wollen, hilft dieses Ding“, meinte Gabi Zaglauer-Swoboda (Grüne).

Auch Herbert Heigl (CSU) begrüßte den Vorstoß, zumal die Gemeinde Taufkirchen mit öffentlich zugänglichen Defibrillatoren nicht gesegnet sei. Lediglich zwei Geräte gebe es bisher im Ort, habe er einer Liste des Landratsamtes entnehmen können.

Auch in Arztpraxen und Apotheken gebe es Defibrillatoren, entgegnete Anton Almer (FW). Er glaubt nicht, dass das bloße Aufstellen dafür sorgt, dass sich mehr Bürger im Notfall trauen, das Gerät auch einzusetzen. Deshalb schlug er vor, eventuell beim Sommerfest der Vereine zu zeigen, wie Defibrillatoren funktionieren. Und sollte es sie mit mehrsprachiger Sprachfunktion geben, ist es seiner Ansicht nach auch sinnvoll, ein mehrsprachiges Gerät am Bahnhof zu installieren.

Während Heigl als Standort für die Notrufsäule wegen des benötigten Stromanschlusses einen Platz an der Bahnhofstoilette vorschlug, sprach sich Almer für die andere Bahnhofsseite aus. Sander schlug vor, auch über einen Defibrillator am Sportpark nachzudenken. Und selbst über ein Gerät am Friedhof wurde diskutiert.

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