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Die Grafik symbolisiert, wie Hörpfade funktionieren.

Hörpfade

Mit offenen Ohren durch den Ort

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Heimat kann man sehen – aber auch hören. Ab 17. Mai möchte VHS-Kursleiterin Alexandra Weikert mit den Taufkirchnern „Hörpfade“ erstellen. Dafür sucht sie noch Interessierte.

Taufkirchen– Der Auftakt an der VHS Taufkirchen war gut, doch es geht wohl noch besser. Ab kommendem Mittwoch sollen in Taufkirchen „Hörpfade“ entstehen. Das sind kleine Reportagen oder Interviews zu besonderen Gebäuden, Ereignissen oder berühmten Persönlichkeiten, die eingesprochen und mit Hilfe von Experten des Bayerischen Rundfunks zu Hörbeiträgen verarbeitet werden.

Über ihre Smartphones können sich Interessierte diese Beiträge dann vor Ort anhören – oder zuhause am PC auf die „Klingende Landkarte“ des Bayerischen Volkshochschulverbands klicken. Hier sind alle bislang entstandenen Hörpfade in Bayern aufgeführt, darunter auch vier aus dem Landkreis – nämlich aus Oberhaching, Neubiberg, Ismaning und Sauerlach.

In Höhenkirchen-Siegertsbrunn sind im Rahmen des „Kulturjahres“ ebenfalls erste Hörpfade entstanden: Diana Müller und Birgit Spindler vom Arbeitskreis „ZusammenLeben“ waren nun auch bei der Auftaktveranstaltung in Taufkirchen dabei und haben dort kräftig für diese interaktive Form der Geschichts- und Kulturvermittlung geworben: „Wir haben mittlerweile neun Gruppen, darunter die Kinderfeuerwehr, das Gymnasium, die Grundschule und die Burschenvereine. Alle machen einen Beitrag – und es ist einfach nur fantastisch“, sagte Müller.

Die Siegertsbrunner Burschen beispielsweise nehmen den Brauch des „Hochzeitsbaums“ auf und „basteln“ daraus in einen eigenen Hörbeitrag. Das technische und journalistische Handwerkszeug vermittelt ihnen eine Mitarbeiterin des BR.

Genauso soll es auch in Taufkirchen laufen. Die Leitung der Hörpfade übernimmt VHS-Kursleiterin Alexandra Weikert. „Die meisten Taufkirchner kennen mich nur strickend“, sagte sie beim Auftakt. Doch die gebürtige Neufahrnerin (Kreis Freising), die seit 22 Jahren in Taufkirchen lebt, hat auch eine große Leidenschaft für Heimatgeschichte: „Schon als Kind habe ich mich für Ortsgeschichte interessiert und alles, was es in Neufahrn gab, dokumentiert“, erzählte sie.

An den Hörpfaden begeistert Weikert, dass sie „den Blick von unten“ transportieren. Da erzählen Taufkirchner über Taufkirchen“. Vergleichbar sei das mit dem deutschsprachigen Wikipedia: „Jeder kann dazu beitragen. Die Beiträge werden geprüft – und stehen danach jedem zur Verfügung.“

Die „Prüfung“ übernimmt in diesem Fall Judith Schönicke, Mitarbeitern von B5 aktuell. „Die Hörpfade sind Teil des Bildungsauftrags des BR“, betonte sie. „Wenn Sie selbst einmal journalistisch aktiv sind, können Sie danach viel besser beurteilen, was wir Ihnen vorsetzen.“

Start der Hörpfade

ist am 17. Mai, 19.30 Uhr an der VHS Taufkirchen. Wer mitmachen möchte (auch unabhängig vom 17. Mai), meldet sich bei VHS-Leiterin Silvia Engelhardt, Tel. 089/614 51 40. „Man muss keine Vorkenntnisse haben, sondern nur Interesse“, wirbt sie.

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