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Tod auf dem Heimweg: Nahe des Bahnübergangs zur Putzbrunner Straße wurde Maxi F. (16) von einem Zug der S 7 überrollt und tödlich verletzt.

Von S-Bahn erfasst

Toter Maxi F.: Trauriger Realschulstart in Taufkirchen

Der erste Schultag nach den Osterferien beginnt traurig an der Walter-Klingenbeck-Realschule in Taufkirchen. Zahlreiche Jugendliche trauern um ihren toten Mitschüler Maxi F.

Taufkirchen– Eine Woche ist es her, dass Maxi F. aus Taufkirchen von einer S-Bahn erfasst und tödlich verletzt worden ist. Das Unglück geschah in den Osterferien. Jetzt, nach der unterrichtsfreien Zeit, ist die Trauer an der Taufkirchner Walter-Klingenbeck-Realschule groß. Sie hatte der 16-Jährige bis vergangenen Sommer besucht.

Noch während der Ferien hatte Schulleiter Gerald Faißt von dem Tod des Buben erfahren – und sich umgehend per Mail mit dem Kriseninterventionsteam der Realschule in Verbindung gesetzt. Auch die Lehrer verständigte Faißt. So war gesichert, dass kein Schüler mit seinem Kummer allein zurecht kommen muss. Und auch in den folgenden Tagen ist, laut Faißt, dafür gesorgt, dass jeder Schüler, der über seine Gefühle reden möchte, einen Ansprechpartner findet. Eine schulinterne Trauerfeier wird es jedoch nicht geben.

Denn Maxi F. hatte die Realschule im vergangenen Sommer verlassen und war auf eine andere Schule gewechselt. Einige der heutigen Zehntklässler an der Taufkirchner Realschule aber kennen ihn noch. Und auch in den unteren Jahrgängen sei Maxi F. wahrscheinlich einigen Schülern bekannt, sagte Schulleiter Faißt. Denn Maxi F. war sportlich, spielte in seiner Freizeit nicht nur Handball, sondern auch Tennis im Verein.

Der 16-jährige Maxi F. starb, als er nachts über die Gleise lief. 

Der 16-Jährige war am Dienstag vor einer Woche auf tragische Weise ums Leben gekommen: Mit einigen Freunden hatte er zunächst das Bayern-Spiel gegen Madrid im Fernsehen angeschaut. Im Anschluss beschlossen die Jugendlichen, eine Party in Neubiberg zu besuchen. 

Nach einer Party wollte Maxi F. auf den Gleisen nach Hause laufen

Von dort brach Maxi F. gegen 2 Uhr nachts auf, machte sich auf den Heimweg zurück nach Taufkirchen. Sein Fehler: Er nutzte nicht den Gehweg, sondern lief auf den S-Bahngleis zwischen Neubiberg und Ottobrunn Richtung Heimatort. Dabei überhörte er im dichten Schneegestöber vermutlich den hinter ihm herannahenden Zug der S 7 Richtung Kreuzstraße. Der Zugführer (30) legte noch eine Notbremsung ein. Doch zu spät: Die S-Bahn erfasste den Buben nahe des Bahnübergangs zur Putzbrunner Straße. Maxi F. war sofort tot.

Er ist bereits das dritte Todesopfer auf dieser Strecke in nur eineinhalb Jahren. Erst im September 2015 war in der Nähe der 17-jährige Gymnasiast Thomas R. aus Höhenkirchen tödlich verunglückt. Auch er lief auf den Gleisen. Auch er wurde von einer S-Bahn erfasst. 

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