+
Ausgebrannt: Die alten Glockenleuchten im Bereich Oberweg und Marktplatz, auch vor dem Ritter-Hilprand-Hof, müssen weg.

Alte Lampen in Taufkirchen müssen ersetzt werden - und entsprechen nicht mehr EU-Richtlinien

Neue Leuchten für den Marktplatz

  • schließen

Taufkirchen – Neonröhre oder LED? Das war die Frage im Bauausschuss. Bei der Lösung entschied sich das Gremium gegen den Vorschlag der Verwaltung.

91 Quecksilberdampflampen muss die Gemeinde Taufkirchen demnächst ersetzen. Den Auftrag hierfür gibt die EU. Laut einer Richtlinie dürfen Quecksilberdampfleuchten schon seit April 2015 nicht mehr auf den Markt gelangen. 

Die Folge: Defekte Leuchtmittel können nicht mehr eins zu eins ausgetauscht werden. In Taufkirchen beginnt man deshalb damit, die Glockenleuchten im Bereich Marktplatz, Köglweg/Rathaus, (45 Stück) und Oberweg (46 Stück) abzubauen. 

Welche Lampen hier künftig leuchten sollen, durfte der Bauausschuss in seiner Sitzung entscheiden. Zur Auswahl stand die Umrüstung auf LED-Technologie, Kostenpunkt: knapp 51 000 Euro, oder auf Kompaktleuchtstoffmittel, sprich Neonröhren, zum Preis von knapp 10 300 Euro. 

Natriumdampfleuchten schloss die Verwaltung aufgrund des unschönen „Gelbtons“ von vornherein aus. Stattdessen lautete der Vorschlag an den Bauausschuss, die Umrüstung zu splitten, den Oberweg künftig mit teuren LEDs und den Marktplatz mit den günstigeren Neonröhren zu beleuchten. Die Kosten hierfür würden sich auf gut 30 800 Euro belaufen.

„Am Marktplatz kann sich in den nächsten fünf bis zehn Jahren etwas ändern“, begründete Matthias Pawlitta von der Verwaltung die Idee. „In Zukunft könnten dort also ganz andere Leuchtformen Verwendung finden.“ Um dann keine teure LED-Technologie austauschen zu müssen, plädierte er dafür, an diesem Standort zunächst die günstigeren Neonröhren einzusetzen.

Peter Soellner (SPD) rückte einen anderen Aspekt in den Fokus. „Mit der kompletten Umrüstung auf LEDs tun wir langfristig etwas für die Umwelt und die Natur“, betonte er und erntete dafür viel Zustimmung. 

Weitere Vorteile der LED-Technologie unterstrich Robert Dallmayr von der Bayernwerk AG. Dem Netzbetreiber gehören die Leuchten in Taufkirchen – deshalb führt er auch für die anstehende Umrüstung durch. Für die LED-Technologie sprechen, so Dallmayr, die „Insektenfreundlichkeit in der Nacht, die Möglichkeiten zu dimmen und die Steuerung des Lichts weg von den Häusern, hin zur Straße“. 

Bei der Abstimmung wurde die von der Verwaltung vorgeschlagene LED-Beleuchtung am Oberweg einstimmig angenommen. Die Neonröhren im Bereich Marktplatz fielen hingegen durch. Die Mehrheit votierte auch hier für LEDs. Peter Hofbauer (Freie Wähler), Michael Lilienthal (Freie Wähler) und Edith Hirtreiter (ILT) stimmten dagege

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Neues Konzept für alten Schandfleck
Seit fünf Jahren tut sich nichts beim „Bräustüberl“ an der Hohenlindner Straße in Feldkirchen. Das Haus steht leer. Ob sich das bald ändert?
Neues Konzept für alten Schandfleck
Fanjubel vor der Geisterkulisse
Seit der Rückkehr in die 3. Liga ist die SpVgg Unterhaching bei den Fußballfans wieder stärker gefragt: Jeweils um die 5000 Zuschauer kamen zu den Heimspielen gegen den …
Fanjubel vor der Geisterkulisse
Golf-Fahrerin rammt Linienbus
Beim Abbiegen ist eine Golffahrerin aus München mit einem Linieenbus zusammengestoßen.
Golf-Fahrerin rammt Linienbus
Schon wieder: Lkw-Unfall auf der A99
Erneut sind auf der A 99 zwei Sattelzüge aufeinander geprallt. Diesmal in Höhe Kirchheim. An der Unfallstelle bildete sich ein Stau.
Schon wieder: Lkw-Unfall auf der A99

Kommentare