Die Mittelschule in Taufkirchen.
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Viel zu eng: Die Mittelschule Taufkirchen braucht dringend mehr Platz. DIe Planungen schreiten voran.

Gemeinderat billigt Pläne für Neubau und Verkehrsführung

Neue Straße für Erschließung der Mittelschule Taufkirchen

  • Doris Richter
    vonDoris Richter
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Der nächste Schritt Richtung neue Zukunft der Mittelschule ist getan: Am Donnerstag einigte sich der Gemeinderat darauf, wie die Schule verkehrstechnische erschlossen werden und wie ein neues Schulhaus in etwa aussehen könnte.

Taufkirchen - Im Dezember hatten die Planer einen ersten Entwurf vorgestellt. Was den Gemeinderäten nicht gefiel: Zu viel Fläche sollte dabei versiegelt werden, zudem bereitete ihnen die zunehmende Verkehrsbelastung für die Pappelstraße Sorge. Nun bekamen sie neue Varianten präsentiert. Der Baukörper der Schule soll demnach kompakter, fast ein Viertel weniger Fläche versiegelt werden. Gleichwohl soll mit geschickter Aufteilung verhindert werden, dass zu viele Schüler gleichzeitig auf denselben Wegen unterwegs sind – was der Schulleitung ein Anliegen ist.

Neue Straße östlich des Schulgeländes, Pappelstraße wird zurück gebaut

Die neue Turnhalle ist nun südöstlich der Schule geplant. Ein großzügiger Pausenhof ist im Süden vorgesehen. Dafür wurde die Zufahrt zu einer neuen Tiefgarage in den Norden verlegt. Die Krux ist nur: Wie kommt man mit dem Auto dorthin? Der Vorschlag, den die Verwaltung mit den Planern entwickelt hat: Eine neue Straße östlich des Schulgeländes kurz vor St. Georg, die nördlich der Schule weiterführt bis zum Parkplatz am Kinderhaus an der Pappelstraße. Dafür soll die Pappelstraße zurückgebaut und – bis auf wenige Ausnahmen – nur von Radlern und Fußgängern genutzt werden, sodass eine Art Schulcampus entsteht. Im Norden könnte so auch das Grundstück der alten Grundschule erschlossen werden.

Grüne und ILT befürchten zusätzliche Gefahrenstellen

Die Meinung der CSU: zweigeteilt. Während Christiane Lehners und Paul Haberl gegen eine neue lange Straße, welche die Mittelschule von allen Seiten umschließt und eher für einen Ausbau der Pappelstraße plädierten, fand Hildegard Riedmaier den Vorschlag gut, denn „die Pappelstraße würde immer ein Nadelöhr bleiben.“ Grüne und ILT befürchten durch die neue Straße unter anderem zusätzliche Gefahrenstellen für die Kinder und dass zu viele Bäume gefällt werden.

Alfred Widmann (SPD) betonte, es sei wichtig, möglichst viel Verkehr auch aus einer neuen Straße herauszuhalten und die Haltezonen für Eltern an den Hauptstraßen auszuweisen. Und auch keine komfortablen Wendemöglichkeiten zu schaffen.

Es soll vorangehen

Ein Antrag von Peter Hofbauer (FW), die Abstimmung über die Erschließung zu verschieben, wurde mit 13:11 abgelehnt. Tenor: Es soll vorangehen bei dem Thema. Mit 16:8 votierte das Gremium dann dafür, mit der neuen Straße weiter zu planen. Die Pläne für das neue Schulhaus wurden mit 19:5 akzeptiert. Wie und wann das etwa 33 Millionen Euro teure Projekt realisiert wird, ist noch unklar.

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