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Stoßen zum Abschied an: (v.l.) Schulrat Alfred Bauernfeind, Konrektorin Nikola Kurpas, Franz Morawietz und Schulamtsdirektorin Evelyn Sehling-Gebranzig.

Mittelschule Taufkirchen

Schulfrei für immer

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Taufkirchen - Rektor Franz Morawietz wird an der Mittelschule Taufkirchen mit einem Festakt in den Ruhestand verabschiedet.

Mit einer großen Abschiedsfeier hat sich die Mittelschule Taufkirchen bei Rektor Franz Morawietz bedankt. In einem über 100-minütigen Festakt im Jugendzentrum würdigten verschiedene Redner den Pädagogen aus Riemerling. Morawietz (64) geht in den Ruhestand oder, wie Bürgermeister Ullrich Sander es ausdrückte, er habe nun „Schule aus für immer“. 

Zwischen den Reden gab es viel Musik: Musikpädagogin Ilona Seufert hatte ein tolles Programm vorbereitet, an dem sich Schüler aus den Musikklassen und Lehrer beteiligten, darüber hinaus gab es weitere Beiträge und verschiedene Filme, die sich humorvoll mit dem scheidenden Schulleiter beschäftigten. Alle zeichneten ein sehr positives Bild nicht nur vom Rektor, sondern auch vom Menschen Morawietz. Konrektorin Nikola Kurpas machte eingangs deutlich, was im Laufe der Feier häufig wiederholt wurde: Der engagierte Pädagoge habe sich seinen „Abschied mehr als verdient“. 

Die Laudatio hielt Schulamtsdirektorin Evelyn Sehling-Gebranzig, die die Laufbahn des Schulleiters skizzierte. Morawietz war von seiner Taufkirchner Zeit acht Jahre Leiter der Mittelschule in Garching und folgte 2012 auf Gabriela Heckenstaller, die mit der „Eliteschule des Fußballs“ und den Leistungssportklassen nach Unterhaching gezogen war. Als Lehrer war er vor der Rektor-Laufbahn an verschiedenen Schulen tätig. Er habe eine „umfangreiche Reise durch die Schullandschaft im Landkreis München“ unternommen, sagte Sehling-Gebranzig. Lehren sei für Morawietz stets mehr als die bloße Vermittlung von Wissen gewesen. Als Lehrer sei er fachlich unantastbar und pädagogisch konsequent. „Ich zolle Dir Respekt für Deine Arbeit und Leistung als Lehrer und Schulleiter.“ 

Der Schule ein neues Profil zu geben, sei Morawietz’ Aufgabe gewesen: Er habe aus einer „Sport- eine Musikschule gemacht“ und sie ins digitale Zeitalter geführt, sagte der Bürgermeister und betonte, er habe Morawietz als „konstruktiven, humorvollen und sehr pragmatischen Menschen kennengelernt“. Um die Charaktereigenschaften des Rektors ging es auch in den Beiträgen der Lehrer und Schulangestellten, die den Chef in einem Film unter anderem als „konsequent“, „hilfsbereit“, „naturverbunden“, „immer menschlich“ bezeichneten. Was er für die Schule getan hat, machte ein Auftritt mit Vertretern der gesamten Schulfamilie deutlich. Morawietz besitze zahlreiche Fähigkeiten, betonte Konrektorin Kurpas. Und so wurden seine unterschiedlichen Seiten gewürdigt, immer mit dem Nachsatz „Vielen Dank dafür“: der „PCB-Spezialist-Morawietz“, ein exzellenter Naturwissenschaftler, der einen „top geführten PCB-Raum hinterlasse“, der „Musik-Morawietz“, in dessen Zeit vier Bandklassen entstanden, denen er viele Auftritte ermöglicht habe oder auch der „Wandertags-„, „Baufaufsichts-„, „Vertretungs-„ oder „Radl-Morawietz“. 

Am meisten werde der Mensch Morawietz fehlen, sagte Kurpas. Sein Handeln sei stets von Menschlichkeit geprägt gewesen, mit viel Herz und Humor. „Er hinterlässt eine perfekt funktionierende Schule und ein hoch motiviertes Kollegium.“ Für so viel Lob und Geschenke bedankte sich Morawietz, nicht ohne hinzuzufügen: „Glauben Sie nicht alles. Ganz so toll war ich auch nicht.“ Er dankte außerdem seiner Frau Hermine, die ihm stets den Rücken freigehalten habe. Der reisebegeisterte Pädagoge sagte, für seine Zeit nach der Schullaufbahn halte er es mit Udo Jürgens: „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an."

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