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Das Herzstück: Die Jochen Schweizer Arena in Taufkirchen wird zur neuen Firmenzentrale – und deutlich erweitert.   

Arena wird massiv erweitert

Schweizers Hauptquartier zieht nach Taufkirchen

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Resort mit Erlebnishotel, Kongresszentrum und Firmenzentrale: Das plant Jochen Schweizer in seiner Arena in Taufkirchen.  

Taufkirchen – Jochen Schweizer geht neue Wege. Kurz vor seinem 60. Geburtstag hat er Teile seines Firmen-Imperiums verkauft. Jetzt richtet sich der Grünwalder neu aus – und konzentriert sich auf das Projekt „Pueblo“ in Taufkirchen. Der Zeitplan ist knapp getaktet, der Umbruchs erfordert viel Detailarbeit. Eins schickt der 60-Jährige beim Interview-Termin gleich vorweg. Weil es hieß, er habe „seine Firma verkauft“. Nein, das stimme so nicht. „Von 16 Unternehmen, die meine Marke tragen, habe ich fünf verkauft, und die auch nur zu 90 Prozent“, sagt Schweizer und wiederholt energisch: „Fünf von 16 zu 90 Prozent. Die Markenrechte liegen weiterhin bei mir.“

Was er mit den knapp 100 Millionen Euro, die ihm die Transaktion einbrachte, macht, verrät er nicht. „Wie ich mein Privatvermögen verwalte, das möchte ich nicht öffentlich kommunizieren.“ Lieber spricht er darüber, was er mit dem Standort rund um seine heuer eröffnete Arena in Taufkirchen vorhat.

Nach dem weitgehenden Verkauf der Digitalsparte mit dem Erlebnisgutscheingeschäft fokussiert sich Jochen Schweizer jetzt ganz auf den Ausbau des 15 000 Quadratmeter großen Taufkirchner Standorts zu einem Resort mit Kongresszentrum, Erlebnishotel und Hauptquartier seiner verbliebenen Firmen. Taufkirchen wird innerhalb der Unternehmensgruppe Sitz des sogenannten Veranstalter-Arms, also des Projektsektors. Rund die Hälfte der 470 Mitarbeiter vom Standort München wird nach Taufkirchen ziehen, wo neben den aktuell 70 weitere 50 Arbeitsplätze entstehen.

So sehen die Pläne aus: Unter dem Arbeitstitel „Pueblo“ lässt Schweizer nördlich seiner Arena ein mobiles Bürohaus errichten, in das schon in diesem Monat der Bereich Firmenbetreuung einziehen soll, Stück für Stück folgen die anderen Mitarbeiter. Voraussichtlich bis Ende 2020 wird „Pueblo“ Schweizers neues Hauptquartier sein. Gleichzeitig baut er ein Erlebnishotel (150 Zimmer), in dessen oberstes Stockwerk er den Firmensitz verlagern will. Das „Pueblo“ soll auch für Firmenveranstaltungen genutzt werden. Angeschlossen wird ein Kongresszentrum mit 1000 Plätzen. Ein Jahr hat Schweizer für die Umstrukturierung veranschlagt, 

Eine großzügige Dimension – besteht dafür Bedarf? Absolut, versichert Schweizer: „Es gibt in München den Postpalast und die Messehallen. Wir buchen diese Veranstaltungshallen und wissen, was der Markt braucht – nämlich ungewöhnliche Locations für Firmen-Events.“

Ergänzend zu Hotel und Kongresshalle soll das „Pueblo“ dazu dienen, in Kleingruppen zu arbeiten. Von „Break out rooms“ spricht Schweizer, Räume für Auszeiten. Dazu nebenan die Arena mit Bodyflying, Windsurfing und in Kürze Skytrail im Außenbereich. Schweizer betont: „Die Arena lebt!“ Leute im Fluganzug oder mit Surfboard laufen durchs Restaurant, das demnächst erweitert wird.

Dafür, dass es seinen treuen Mitarbeitern weiterhin gut geht– weshalb er drei lukrativere Verkaufsangebote ebenso ausgeschlagen hat wie einen Börsengang – , hat er langjährige Vertraute im neuen Konstrukt mit ProSiebensat1 installiert. Die Vision, die er und Thomas Ebeling, Vorstandsvorsitzender der Mediengruppe, hat: „Mehr Arbeitsplätze schaffen, schneller wachsen, gleichzeitig den Spirit der Marke nicht verlieren.“

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