Das Gartengrundstück in Taufkirchen am Rotdornweg, das nun bebaut wird.
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Vor allem im Sommer ein Idyll: Das Gartengrundstück zwischen Rotdornweg und Birkenstraße, das nun bebaut wird.

Bauausschuss befasst sich mit Einwänden der Anwohner

Nachverdichtung an der Birkenstraße: Sorgen um Bäume und Verkehr

  • Doris Richter
    vonDoris Richter
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Wie geht es weiter auf dem Gartengrundstück an der Birkenstraße? Diese Frage treibt die Anwohner um und dementsprechend viele kamen zur Sitzung des Bauausschusses, der sich erneut mit dem Thema beschäftigte.

28 Wohnhäuser sollen auf dem Grundstück entstehen. Viele Bürger hatten die Gelegenheit genutzt, ihre Einwände vorzubringen. Vor allem wegen des zusätzlichen Verkehrs machen sich viele Sorgen. Derzeit ist eine Tiefgarage geplant, mit Zu- und Ausfahrt in der Birkenstraße. „Warum kann man den Verkehr nicht entzerren und die Ausfahrt in den Rotdornweg verlegen?“, wollte Rosemarie Weber (SPD) wissen. Laut Experten spiele dabei eine passende Zufahrt für die Feuerwehr eine Rolle, zudem sei die Birkenstraße für zusätzlichen Verkehr besser geeignet. Trotzdem soll noch einmal geprüft werden, ob man Ein- und Ausfahrt nicht doch trennen könnte.

24 von 80 Bäumen dürfen bleiben

Was viele Anwohner und besonders die Grünen ärgert: Von den 80 Bäumen auf dem Grundstück bleiben nur 24 stehen. „Das können wir so nicht hinnehmen“, sagte Rudi Schwab (Grüne). Zumal der Gemeinderat ja einstimmig beschlossen habe, der Baumbestand solle weitestgehend erhalten bleiben. Bürgermeister Ullrich Sander (parteifrei) verwies auf die Stellungnahme der Unteren Naturschutzbehörde und des Umweltamts. „Wir können da natürlich schlauer sein als die Fachleute, aber irgendwo muss ich bei der Nachverdichtung Kompromisse machen.“

Die Anwohner können zufrieden sein mit den Plänen.

Peter Hofbauer (Freie Wähler)

Dass Bäume auch wichtig seien, meinte Schwab und schlug vor, dafür bei der Bebauung zu reduzieren. Das lehnte Peter Hofbauer (FW) vehement ab. „Wir sind bei der Bebauung mittlerweile unter dem, was möglich wäre.“ Man habe das Maximum rausgeholt, „die Anwohner können mehr als zufrieden sein“. Jede weitere Reduzierung sei nicht mehr zeitgemäß. Am Ende einigte sich das Gremium, prüfen zu lassen, ob durch andere Anordnung der Gebäude mehr Bäume gerettet werden können. Die Pläne werden erneut ausgelegt. DORIS RICHTER

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