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In Erklärungsnot : Tauf kirchens Bürgermeister Ullrich Sander betont bei der Bürgerversammlung, „dass die Gespräche mit dem SV-DJK weitergehen sollen“. Die Absage an die Sportparkerweiterung in nicht öffentlicher Gemeinderatssitzung am 19. Oktober und die Art der Kommunikation haben den 2900 Mitglieder starken Verein empört. 

Bürgerversammlung Taufkirchen  

SV-DJK hält an Sportparkerweiterung fest

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Ablehnung im Gemeinderat, Rückenwind auf der Bürgerversammlung: Nahezu einstimmig haben die 280 Anwesenden den Antrag des SV-DJK angenommen, dass sich der Gemeinderat weiterhin mit der Frage Sportparkerweiterung befasst. Dem Verein schwebt eine kostengünstigere Alternative vor.

Taufkirchen – Kein anderes Thema hat die Gemeinde in den vergangenen Wochen mehr bewegt: Wie berichtet, hatte der Gemeinderat die Erweiterung des Sportparks plus Neubau eines Fitnessstudios in nicht öffentlicher Sitzung abgelehnt. Begründung: die angespannte Finanzsituation der Gemeinde. SV-DJK-Präsident Klaus Brandmaier, der auf der Delegiertenversammlung eine Woche später deshalb seinen Rücktritt zum Jahresende angekündigt hat, erfuhr abends um halb Elf durch eine Whats App-Nachricht von Bürgermeister Ullrich Sander von dem weitreichenden Beschluss. Die Öffentlichkeit informierte Sander zwei Tage später auf Facebook. Eine offizielle Mitteilung der Gemeinde zur Absage an den 2900 Mitglieder starken Verein gibt es bis heute nicht.

Dass das Thema die Bürgerversammlung bestimmen würde, war also abzusehen. Etwa 280 Taufkirchner – und damit deutlich mehr als im Vorjahr – waren in den großen Saal des Kultur- und Kongresszentrums gekommen und erlebten zunächst einen zügigen Vortrag zu beschlossenen, fertiggestellten und zukünftigen Projekten in Taufkirchen. Größtes Problem: das Geld.

„Unsere finanzielle Lage ist recht angespannt“, erklärte Sander, „was wiederum zu einem Thema überleitet, das zu einigen Diskussionen geführt hat.“ Gemeint war die abgelehnte Sportparkerweiterung samt Fitnessareal und Sauna, für das die Gemeinde unter anderem einen „Investitionszuschuss von 1,8 Millionen Euro und eine Anschubfinanzierung von 1,5 Millionen Euro für zwei Jahre hätte leisten sollen“.

„Der Haushalt 2018 wird nicht ausgeglichen sein“, untermauerte Kämmerer Jan Modrzinski das Problem. „Im Verwaltungshaushalt fehlen 3,7 Millionen Euro.“ Diese Lücke müsse über die Rücklagen gestopft werden. Hinzu komme die mögliche Erhöhung der Kreisumlage, die Taufkirchen „doppelt“ trifft. Wie viel die einzelnen Kommunen 2018 an den Kreis zahlen müssen, hängt von den Gewerbesteuereinnahmen des Vorvorjahres ab, und die lagen 2016 bei 14,7 Millionen Euro. 2017 flossen bislang nur neun Millionen Euro, „und 2018 sind auch nur 10,5 Millionen Euro angesetzt“, so Modrzinski gegenüber dem Münchner Merkur.

Einfach beerdigen wird der SV-DJK seine Pläne jedoch nicht. Denn es geht um die „Zukunftssicherung des Vereins“, wie die Verantwortlichen sachlich, aber bestimmt deutlich machten. Einer der beiden Anträge, verlesen von SV-DJK-Schatzmeister Horst Fey, listet konkrete Schritte auf. So möchte der Verein eine „kostengünstigere Variante des bestehenden Plans vorlegen, die der Gemeinderat zeitnah und unvoreingenommen prüfen soll“ (siehe Kasten).

Das Abstimmungsverhalten und die Wortbeiträge einzelner Gemeinderäte aus der nicht öffentlichen Sitzung vom 19. Oktober möchte das SV-DJK-Präsidium ebenfalls veröffentlicht haben. Dazu stellte Brandmaier einen eigenen Antrag, dem die große Mehrheit im Saal folgte. Die ILT hatte Ähnliches gefordert und den Antrag gestellt, nicht öffentliche Entscheidungen im Nachhinein zu veröffentlichen, sobald die Gründe für die Geheimhaltung weggefallen sind (wir berichteten). Sander, der die Nichtöffentlichkeit damit begründete, „dass Vertragsdetails zu behandeln gewesen waren“, hatte zu dieser Frage im Vorfeld die Kommunalaufsicht eingeschaltet.

Sportpark-Ablehnungfiel mit 18:7 Stimmen

Ergebnis: Die Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses sei vertretbar. „Insofern kann ich Ihnen sagen, dass die Entscheidung mit 18:7 gefasst worden ist.“ Zu den anderen, im Antrag geforderten Informationen „werde ich noch mal nachfragen“. Damit war das Thema vorerst abgehakt.

Viele Anfragen stellten die Taufkirchner zudem zur Lindenpassage, die seit knapp einem Jahr leer steht. Der Investor will die ehemalige Ladenpassage abreißen und neu errichten, allerdings stehen zwei langfristige Mietverhältnisse diesem Plan entgegen; Sander auf Nachfrage: „Das geht in die 20 Jahre.“ Laut städtebaulichem Vertrag, den die Gemeinde mit dem Investor geschlossen hat, muss der Baubeginn spätestens sechs Jahre nach der Erteilung des Baurechts erfolgen – sprich im Dezember 2022. Um die Passage in der Zwischenzeit mit „Lichteffekten attraktiver zu gestalten und die Angsträume zu nehmen“, habe man bei der Regierung Gelder beantragt, so Bauamts-Vertreter Thomas Beer. Auch der Investor beteilige sich an den Kosten.

Applaus und Zustimmung erntete zuletzt Hans-Georg Langer. Er stellte den Antrag: „Keine weitere Verdichtung in Taufkirchen am Wald.“

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