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Gar nicht glücklich wirkt SV-DJK-Trainer Michael Epp: Trotz personeller Probleme beim Spitzenspiel in Ingolstadt vermisst er Kampfgeist und Siegeswillen seines Teams.

Handball – Landesliga Süd

Taufkirchen bleibt trotz erster Niederlage Tabellenführer

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Taufkirchen - Die Handballerinnen des SV-DJK Taufkirchen, Spitzenreiter der Landesliga Süd, haben die erste Saisonniederlage kassiert.

Im elften Spiel hat es nun also auch die Handballerinnen des SV-DJK Taufkirchen erwischt: Als einzige ungeschlagene Mannschaft der Landesliga Süd traten sie zur Spitzenpartie bei der HG Ingolstadt an, mit einer klaren 15:27 (6:14)-Schlappe im Gepäck reisten sie zurück nach Hause. Die Tabellenführung durften die Taufkirchnerinnen immerhin behalten, der Vorsprung gegenüber dem ersten Verfolger aus Ingolstadt ist bei nun 19:3 gegenüber 18:4 Punkten allerdings auf einen Zähler zusammengeschmolzen.

Beim SV-DJK hatte man sich erhofft, dass der Top-Favorit aus der Donaustadt nach zwei Niederlagen zum Ausklang des alten Jahres aufgrund des Drucks vielleicht mit etwas weichen Knien antreten würde. Und so falsch lagen Manuel Weißbach und Michael Epp mit dieser Prognose gar nicht. Das Problem war nur, dass auch das Team des Taufkirchner Trainerduos nicht die erhoffte Lockerheit an den Tag legte. „In den ersten zehn Minuten waren beide Mannschaften sichtlich nervös“, stellte Epp fest.

Immerhin ging seine Truppe in der Anfangsphase dreimal in Führung, doch nach Ingolstadts 3:3-Ausgleich wurde es einseitig, die Gastgeberinnen setzten sich über 7:3 und 12:5 bis zur Pause auf 14:6 ab. „Ingolstadt hat dann das Zepter übernommen und das Tempo bestimmt. Unser Angriff war einfallslos und ohne Durchsetzungsvermögen“, räumte Epp ein. Zudem bekamen die Gäste Melanie Pöschmann, die zentrale Figur im Spiel des Gegners nicht in den Griff, obwohl man um deren Stärken wusste. Pöschmann variierte gekonnt Torwürfe und präzise Kreisanspiele. „So hat sie uns früh den Zahn gezogen“, sagte Epp, der zugab, dass selbst eine Spezialbewachung wirkungslos blieb: „Damit haben wir der restlichen Ingolstädter Truppe nur noch mehr Platz zur Entfaltung gegeben.“

Für die zweite Halbzeit forderte der Coach dann einfach nur noch eine „Ergebniskorrektur“, verbunden mit der leisen Hoffnung, „sich vielleicht noch einmal mit viel Kampfgeist Tor für Tor heranzuarbeiten. Doch daraus wurde leider nichts.“

Ingolstadt vergrößerte den Abstand um weitere vier Treffer auf 27:15. Womöglich litt der SV-DJK doch zu sehr unter den Ausfällen von Steffi Neuber und Laura Lerch, die eine deutliche Schwächung auf den Außenpositionen bedeuteten. Dazu konnte die gesundheitlich angeschlagene Alina Sungur, laut Epp „eine echte Stütze im Mittelblock und auf der Kreisposition“, nur sehr dosiert eingesetzt werden. Als Ausrede ließ der Coach die personellen Probleme allerdings nicht gelten: „Die Rahmenbedingungen waren alles andere als ideal, trotzdem hätten wir mit mehr Kampfgeist und Siegeswillen agieren müssen, um den Spielausgang möglichst lange offen zu gestalten.“ Umberto Savignano

SV-DJK Taufkirchen: Gaigl/Michlein; Bußjäger (2), Benecke (1), Sungur (1), Obermayr (3), S. Geray (1), Gmeiner (1), Johannsen (3/2), Cesinger (1), A. Geray (2), Stadler

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