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Altes Geläuf: Die Spielstätte „Am Postweg“ in Taufkirchen ist in die Jahre gekommen.

Sportplatz am Postweg

Anpfiff zur Erneuerung

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Taufkirchen - Die Fußballer des SV-DJK Taufkirchen bekommen einen neuen Platz. Der  Bauausschuss entscheidet sich allerdings gegen den Bau eines Kunstrasens

Die Fußballer des SV-DJK Taufkirchen bekommen einen neuen Rasenplatz. Einstimmig hat sich der Bauausschuss für die Naturrasenvariante auf der 7500 Quadratmeter großen Fläche in der Sportanlage „Am Postweg“ entschieden und nimmt für die Erneuerung des Rasenhauptfeldes 520 000 Euro in die Hand. 

In der Sitzung, in der auch SV-DJK-Geschäftsführer Stefan Gallus anwesend war, war zuvor auch über die Variante Kunstrasenplatz diskutiert worden, die mit rund 970 000 Euro deutlich teurer gewesen wäre. Als Argument „Pro Kunstrasen“ hatte die Verwaltung die höhere Nutzungsintensität und die geringeren Pflegekosten angeführt. Gerade in den Wintermonaten würde ein Kunstrasenplatz „Am Postweg“ Entlastung bringen, bestätigte auch Stefan Gallus vom SV-DJK: „Im Sommer ist es in Ordnung, da können wir splitten und sowohl auf dem Kunstrasenplatz im Sportpark als auch am Postweg trainieren. Aber zwischen Oktober und April bündeln sich alle unsere 27 Mannschaften plus zwei Mannschaften vom FC International auf dem Kunstrasenplatz im Sportpark.“ 

Laut Berechnung der Verwaltung könnte der Kunstrasen mindestens 2000 Stunden im Jahr bespielt werden. Die Nutzungsintensität auf dem Naturrasen betrage maximal 800 Stunden. „Mit Kunstrasen könnten wir bis Ende November draußen spielen und vielleicht schon Mitte Januar wieder rausgehen“, verdeutlichte Gallus. Die Mitglieder des Bauausschusses allerdings ließen sich davon nicht unbedingt überzeugen.

„Die 2000 Nutzungsstunden scheinen mir schon etwas viel zu sein“, sagte Peter Soellner (SPD). „Wenn man das überschlägt, müsste auf dem Platz ja pro Tag sechs Stunden ununterbrochen Sport stattfinden.“ Edith Hirtreiter (ILT) störte sich derweil an der begrenzten Lebensdauer eines Kunstrasenplatzes: „Ich habe mich beim DFB informiert. Die nennen auf ihrer Webseite eine Halbwertszeit von 15 Jahren.“ Und Gabriele Zaglauer (Grüne) kritisierte schlicht die hohen Kosten: „Im Haushalt haben wir für die Erneuerung 500 000 Euro eingestellt. Also können wir uns den Kunstrasen einfach nicht leisten.“

soh

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