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Viel Platz für Veranstaltungen wie die Maibaumwache haben die Taufkirchner Burschen jetzt in ihrem neuen Domzil neben dem Wolfschneiderhof.

Jeder hat mit angepackt

Taufkirchner Burschen weihen ihre neue Burschenhütte ein

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Das jahrelange Ringen um eine Wachhütte hat für die Taufkirchner Burschen ein Ende. Die Maibaumwache findet heuer auf eigenem Terrain statt. Vom ersten Spatenstich bis zur Einweihung der selbst gebauten Hütte war der Weg steinig.

Taufkirchen – Pfarrer Thomas Kratochvil, seit Oktober Leiter des Pfarrverbands Taufkirchen, gab dem Domizil jetzt den kirchlichen Segen. „In meinen drei Monaten in der Gemeinde konnte ich als Augenzeuge vom Pfarrhof aus die Baustelle beobachten“, erzählte der Geistliche im Rahmen des kleinen Einweihungs-Gottesdienstes. An jedem Samstag hätten sich die fleißigen Helfer einem Ameisenhaufen gleich getroffen, um gemeinsam anzupacken. Es sei ihm daher eine Freude, das, was von vieler Hände Arbeit entstanden sei, dem Segen Gottes anzuvertrauen.

Pfarrer spendet zwei Bierfässer

Gemeinsam mit den Ministranten und dem gesamten Vorstand des Burschenvereins durchschritt Pfarrer Kratochvil darauf die neuen Räume. Dabei stieß er freilich auf den Vorrat an Bierfässern für die Festbesucher. „Zwei davon möchte ich euch spenden“, sagte der Pfarrer fröhlich – zur Begeisterung der Burschen.

Gemeinde stellte das Grundstück

„Es war uns wichtig, unsere Wachhütte segnen zu lassen“, sagt Julius Ammereller. Seit Februar ist der 27-jährige BWL-Student Vorsitzender der 60 Burschen, von denen 40 zu den Aktiven zählen. Wer konnte, packte beim Bau mit an, vom ersten Spatenstich am 18. August 2018 bis heute. „Die Arbeiten sind leider noch nicht ganz vorbei, aber das große Ganze steht erst mal“, sagt Ammereller stolz. Bei ihm liefen während der Bauphase die Fäden zusammen. Hinter den Burschen liegt eine Orientierungs- und Planungsphase, die vier verschiedene Vereinsvorstände und die Amtszeiten von drei verschiedenen Bürgermeistern dauerte. Mit Ullrich Sander (parteifrei), dem amtierenden Rathaus-Chef und dem Gemeinderat ging es dann endlich auf die Zielgerade. Die Gemeinde stellte das Grundstück zwischen Heimatmuseum und Pfarrhaus und bewilligte knapp 325 000 Euro. „Etwa 150 000 Euro kostete allein die Toilettenanlage“, erzählt der 27-Jährige. Die soll künftig auch von den Besuchern des benachbarten Wolfschneiderhofs genutzt werden können.

Die Hütte galt es, in Eigenregie zu stemmen, so der Deal zwischen den Parteien. Mit Fachleuten aus den eigenen Reihen und der Hilfe ortsansässiger Firmen passte alles am Ende. „Wir konnten sogar einige Teile unserer alten, provisorischen Hütte benutzen“, sagt Vorsitzender Ammereller.

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