Ein Flammen-Inferno in Taufkirchen.
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Ein Flammen-Inferno bietet sich den Feuerwehrleuten im Taufkirchner Ortsteil Potzham – insgesamt sind 226 Einsatzkräfte an der mehrstündigen Brandbekämpfung beteiligt.

Feuerwehr verhindert Schlimmeres

Scheune geht in Flammen auf: 226 Einsatzkräfte bekämpfen Großbrand - über eine Million Euro Sachschaden

  • Martin Becker
    vonMartin Becker
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Bei einem Flammen-Inferno in bayerischen Taufkirchen wurde zwar niemand verletzt - doch der Sachschaden ist riesig. Nach ersten Ermittlungen verursachte ein technischer Defekt das Feuer.

  • Eine brennende Scheune in Taufkirchen für einen Großeinsatz der Feuerwehr.
  • Durch ihr rasches Eingreifen konnte die Feuerwehr Schlimmeres verhindern.
  • Sechseinhalb Stunden lang versuchten die Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle zu bringen.
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Taufkirchen – Es ging alles blitzschnell. Nach einem Notruf um 17.22 Uhr bei der Feuerwehr rückte diese am Sonntag unverzüglich aus. Aber im Taufkirchner Ortsteil Potzham, im Bereich Berg-/Hochstraße, stand die Scheune eines landwirtschaftlichen Anwesens schon wenige Minuten später „in Vollbrand“, wie es in einer Pressemitteilung der Kreisbrandinspektion München heißt.

Flammeninferno in Taufkirchen: Feuerwehr verhindert Schlimmeres - riesiger Sachschaden

Mit ihrem schnellen Eingreifen verhinderte die Feuerwehr Schlimmeres, der Sachschaden ist dennoch beträchtlich und wird auf 1,5 Millionen Euro geschätzt. Vier Personen konnten rechtzeitig aus dem Nachbarhaus gerettet werden, zwei Feuerwehrleute erlitten bei dem Einsatz allerdings leichte Brandverletzungen.

Nach ersten Ermittlungen war ein technischer Defekt wohl die Ursache für das Feuer. Laut Polizei wollte der Landwirt mit Hilfe eines Heizstrahlers eine eingefrorene Wasserleitung auftauen. Durch die Hitze fing in der Nähe gelagertes Brennholz offenbar Feuer. „Es war schon ein seltenes Ereignis. Ein sehr großer Brand“, berichtet Michael Huber, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Taufkirchen, der den Großeinsatz leitete.

Taufkirchen: Landwirt will mit Heizstrahler eingefrorene Wasserleitung auftauen - Holz fängt Feuer

Dass die Dimension des Brandes ein letztlich ein Großaufgebot erfordern würde, erkannte er rasch. Insgesamt 226 Einsatzkräfte kümmerten sich bis zum offiziellen Einsatzende um 23.52 Uhr sechseinhalb Stunden lang darum, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Außer den Taufkirchnern halfen mich die Feuerwehren Brunnthal, Unterhaching, Oberhaching, Ottobrunn und Grünwald, dazu der ABC-Zug des Landkreises und die Unterstützungsgruppe der Örtlichen Einsatzleitung; außerdem Polizei und Rettungsdienste sowie Energieversorger zur Ausleuchtung der Einsatzstelle.

Feuer in Taufkirchen: Großaufgebot der Feuerwehr sechseinhalb Stunden im Einsatz - Bewohner unverletzt in Sicherheit gebracht

„Durch das schnelle Eingreifen konnten wir das angrenzende Wohnhaus schadensfrei halten und die Bewohner retten“, berichtet Jochen Schendel, Pressesprecher der Feuerwehr Taufkirchen. Denn direkt an die Scheune grenzt ein Wohnhaus an – dessen vier Bewohner konnten unverletzt in Sicherheit gebracht werden.

Weil es in diesem Inferno unmöglich war, die brennende Scheune zu betreten, konzentrierten die Feuerwehrleute ihre Löscharbeiten eben aufs direkt angebaute Wohnhaus sowie auf umliegende Gebäude. Acht Löschfahrzeuge und drei Drehleitern kamen zum Einsatz. Aus einem nahegelegenen Gebäude wurden sicherheitshalber mehrere Gasflaschen geborgen.

Taufkirchen: Scheune brennt weitgehend ab - Feuerwehr bis 3 Uhr nachts im Einsatz

Das Übergreifen des Brandes auf das Wohnhaus konnte durch den massiven Löscheinsatz verhindert werden. Die Scheune indes brannte weitgehend ab; innerhalb der Grundmauern blieben nach Auskunft des Taufkirchner Feuerwehr-Kommandanten Michael Huber aber immerhin ein paar Gerätschaften und Traktoren halbwegs unbeschädigt.

Bis um 3 Uhr nachts kontrollierte die Feuerwehr Taufkirchen mehrfach die Brandstelle, ob sich etwaige Glutnester verbergen würden. Alles in Ordnung, ergaben die Nachkontrollen – nun laufen die Aufräumarbeiten.

Die Eltern nicht daheim, das haben Jugendliche schamlos ausgenutzt - und in Ottobrunn eine illegale Corona-Party gefeiert. Bis die Polizei kam.

(Von Martin Becker)

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