+
Prägendes Gebäude, aber marode: Die alte Schmiede soll einem Neubau weichen. 

Gemeinderat

Taufkirchen lehnt Änderungen an geplantem Boardinghouse ab

  • schließen

Ein Investor plant ein Boardinghouse in der „Alten Schmiede“. Doch bei seinen Parkplatzplänen stellt sich Taufkirchen quer.

Taufkirchen – Es tut sich etwas rund um die „Alte Schmiede“ an der Tölzer Straße. Ein Investor will auf dem Grundstück dort am Hohenbrunner Weg ein Boardinghouse errichten – eine Art Hotel mit Zimmern und kleinen Wohnungen, in dem Firmen ihre Mitarbeiter für einen begrenzten Zeitraum unterbringen können.

Grundsätzlich hat der Gemeinderat die Pläne bereits für gut befunden. Doch der Teufel steckt im Detail. Denn viele Dinge, die der Investor im Rahmen des Bau-Vorbescheids beantragt hat, hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung abgelehnt. Besonders viel Wert legen die Politiker auf ausreichend Stellplätze. Einen zusätzlichen halbrunden Pavillon wollte der Investor gerne an der Nordfassade zum Hohenbrunner Weg hin anbringen, als Eingangslobby zum Hotel mit etwa 25,12 Quadratmetern, was die Mehrheit der Gemeinderäte ablehnte. Genauso wie eine Erhöhung der Grund- und Geschossfläche von 520 auf 550 Quadratmeter und von 910 auf 980 Quadratmeter.

Gegen vier Parkplätze im Freien und einen Quergiebel an der Westfassade hat der Gemeinderat nichts einzuwenden. Doch dass es in der Tiefgarage nur Duplexstellplätze und insgesamt nur Platz für 26 Autos geben soll, das passte den Gemeinderäten nicht. „Der Plan sieht eher nach dem Versuch aus, irgendwie Stellplätze nachzuweisen, doch plausibel wirkt er nicht“, sagte Peter Hofbauer von den Freien Wählern. Und Paul Haberl von der CSU findet sowieso, dass „Duplex-Stellplätze keiner mag“ – und sie dementsprechend nicht genutzt würden. Zudem bereitet die Einfahrt zur Tiefgarage, die relativ nah an der Tölzer Straße liegt, nicht nur SPD-Fraktionsvorsitzender Rosemarie Weber „Bauchschmerzen“. Das größte Problem: Im Gebiet rund um den geplanten Neubau gibt es ohnehin viel zu wenig Parkplätze. Weshalb die Gemeinderäte einstimmig ablehnten, statt der geforderten 37 nur 30 Stellplätze zu akzeptieren.

Grundsätzlich will der Gemeinderat an seinem Bebauungsplan festhalten, den er extra von einem Planungsbüro entwerfen hat lassen und der eine „„überdimensionierten Ausnutzung“ des Gebiets“ verhindern soll.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Weg vom Auto, hin zum Fahrrad: Mit diesem Plan will Unterhaching die Verkehrswende schaffen
Knapp 14 000 Pkw sind aktuell Unterhaching zugelassen, was bei gut 25 000 Einwohnern rein statistisch bedeutet: Mehr als jeder zweite Bürger besitzt ein Auto. Im Zuge …
Weg vom Auto, hin zum Fahrrad: Mit diesem Plan will Unterhaching die Verkehrswende schaffen
Siedlung am Wald: Aus dem Grünzug soll ein richtiger Park werden
Ein echter Park soll  in der Taufkirchner Siedlung Am Wald enstehen. Wie das am Ende aussehen soll, darüber gehen die Meinung auseinander.
Siedlung am Wald: Aus dem Grünzug soll ein richtiger Park werden
Garchings ganzer Stolz
Der „Garchinger Ehrenamtspreis“ spiegelt das vielseitige Engagement der Garchinger Bürger wider. Ohne sie wäre die Stadt nicht lebenswert.
Garchings ganzer Stolz
Heimat ist laut und chic
La Brass Banda in Aying zum Auftakt der Bräu-Kirta: Das war natürlich ein Selbstläufer. Die sieben Musiker aus dem Chiemgau machten im vollen Bierzelt Stimmung wie …
Heimat ist laut und chic

Kommentare