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Luft- und Raumfahrt: Fünftes Gründerzentrum im Landkreis entsteht in Taufkirchen

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Das nächste Gründerzentrum mit der Spezialisierung auf Luft- und Raumfahrt soll in Taufkirchen entstehen. Der Landkreis plant seit Frühjahr mit dem Standort an der A8. Ein Antrag der CSU im Taufkirchner Gemeinderat soll die Pläne am Donnerstag weiter anschieben.

Taufkirchen – Nach dem Technologie- und Gründerzentrum in Garching, der Ideenwerkstatt „Werk 1“ in München, dem Biotech-Center IZB Martinsried und dem ACU in Unterschleißheim zum Thema digitaler Transformation würde ein Gründerzentrum Luft- und Raumfahrt den Hightech-Standort Landkreis München weiter aufwerten. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Ludwig-Bölkow-Campus käme ein Standort Taufkirchen zudem in den Genuss von Synergieeffekten. Nach einem rundum positiven Bericht der Geschäftsführer der vier bestehenden Gründerzentren im Kreisausschuss kündigte Landrat Christoph Göbel (CSU) an, das fünfte Gründerzentrum im Landkreis auf den Weg zu bringen. Bereits im Mai hatten die Fraktionen den Landrat beauftragt, Kooperationsvereinbarungen mit künftigen Gesellschaftern wie dem Freistaat, der Gemeinde, Munich Aerospace e.V. und ortsansässigen Banken vorzubereiten.

Sorge um Verkehr und Infrastruktur

Wenige Wochen zuvor hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) das Thema in seiner Regierungserklärung angeheizt. Als Teil seiner Pläne für ein bayerisches Raumfahrtprogramm „Bavaria One“ will Söder für 100 Millionen Euro eine Raumfahrt-Fakultät für 4000 Studenten aufbauen. Mit Inhalten wie autonomes Fliegen, Flugzeug-Leichtbau, Drohnen, Sicherheit oder Flugtaxis. Diesen Herbst wird sich das Kabinett mit „Bavaria One“ befassen.

Taufkirchens Bürgermeister Ullrich Sander (parteifrei) steht der Entwicklung mit Wohlwollen gegenüber. Von dem CSU-Antrag im Gemeinderat erhofft er sich einen zusätzlichen Anstoß für ein Gründerzentrum, den „Bildungs- und (Hoch-)Technologiestandort östlich der Autobahn A8“ auszubauen. Wunder erwartet Sander keine. Selbst auf den Spatenstich wird man noch eine Weile warten müssen. „Es gibt ja nicht mal einen Bebauungsplan.“ Letztlich zählt für ihn der gute Wille. „Es wäre schön, wenn der Antrag die Sache befeuert.“ Im Übrigen denkt Bürgermeister Sander schon an die Folgen eines Gründerzentrums in Taufkirchen. „Die Studenten müssen irgendwo wohnen. Es fehlt an Verkehrsanbindung.“ Womöglich auch Schulen, Kindergärten, Parkplätze. Das Gründerzentrum soll Startups nach Taufkirchen locken. Die Erfahrung zeigt, dass erfolgreich gegründete Firmen sich zunächst in der Region ansiedeln. Auf der anderen Seite könnte man mit Hilfe eines Gründerzentrums im Südosten die Debatte über die Verlängerung der U-Bahn, der U5 in Schwung bringen.

Zur Auswahl hätte die Gemeinde sogar drei Flächen anzubieten, jeweils an der Autobahn: „Eine links und zwei rechts von der A8.“

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