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Dem Verfall preisgegeben : Die Villa am Riegerweg steht leer und wird von Jugendlichen als Treffpunkt genutzt. 

Nach Brand: Tage der Rieger-Villa sind wohl gezählt

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Was wird aus der leer stehenden Villa am Riegerweg 6 in Taufkirchen? Am Freitag hat es dort, wie berichtet, gebrannt.

Taufkirchen –Die Freiwillige Feuerwehr aus Taufkirchen rückte aus und löschte das Feuer mit Unterstützung der Kollegen aus Unterhaching und Oberhaching. Dem Polizeibericht zufolge ist die Villa nicht bewohnt, insofern wurden keine Personen verletzt. Der Sachschaden liegt bei 50 000 Euro. Einen technischen Defekt als Brandursache schließen die Ermittler aus.

Bleibt die Frage, was mit dem baufälligen Gebäude geschieht, das laut Polizei „Jugendlichen als Treffpunkt dient“. Vor nicht allzu langer Zeit „hat es hier schon einmal gebrannt“, weiß Taufkirchens Bürgermeister Ullrich Sander (parteifrei). Zudem habe es vor Jahren einen „Wasserschaden mit einer Schadenshöhe im siebenstelligen Bereich“ gegeben.

Eigentümer der Villa und der umliegenden Flächen ist der Immobilien-Unternehmer Erich M. Obermaier aus Taufkirchen, Geschäftsführer der Obermaier-Gruppe. Mit ihm ist Sander nach eigener Aussage bereits in Kontakt. „Es ist höchste Zeit, das Gelände rigoros abzusperren und damit zu sichern, oder aber das Gebäude wegzuschieben.“ Ein entsprechender Brief gehe spätestens heute an den Eigentümer raus. Obermaier selbst bleibt eine Auskunft schuldig. „Er habe kein Interesse daran, sich zu dem Vorfall zu äußern“, ließ er gestern über eine Angestellte ausrichten.

Derzeit ist die Riegervilla, die einst zum Riegerhof gehörte, und seit jeher im Besitz der Familie Obermaier/Huber ist, von mehreren Zäunen umgeben. Allerdings lassen sich diese offenbar ohne Schwierigkeiten überwinden. Dass Jugendliche die alte Villa als Treffpunkt nutzen, ist bekannt. Speziell gesichert wurde das Areal nach dem Brand nicht. Die Feuerwehr verwies gestern auf die Brandfahnder, „die ja noch im Gebäude sind“.

Dass der Brand entdeckt wurde, ist im Übrigen dem aufmerksamen Hausmeister der benachbarten Seniorenresidenz, Siegfried Seehuber (57), zu verdanken. „Normalerweise sehen wir die Villa von der Seniorenresidenz aus nicht, weil eine lange Baumreihe zwischen den Grundstücken steht“, sagt er. „Aber am Freitagnachmittag habe ich bemerkt, dass zwischen den Bäumen dicker Qualm durchzieht.“ Seehubers erster Gedanke: „Da macht jemand Feuer im Garten.“ Da er selbst nur das Haustelefon bei sich hatte, verständigte eine Nachbarin die Feuerwehr. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatte das Feuer bereits den Dachstuhl erreicht.

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