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Gescheitert ist der Wunsch des SV-DJK nach einer Erweiterung des Sportparks. 

Erweiterung des Sportparks abgelehnt

Aus der Traum 

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Die Erweiterung des Sportparks am Köglweg ist endgültig vom Tisch. Die Entscheidung fiel im nichtöffentlichen Teil des Gemeinderats. Erst kurz zuvor, in gleicher Sitzung, hatten der Architekt und Projektplaner noch Kostenrahmen und Planungsstand erläutert. Der Traum des SV-DJK von einem zeitgemäßen Fitness-Center ist damit geplatzt.

Taufkirchen– Am Ende lag es am Geld und am Zweifel, ob das Projekt wirklich marktfähig ist. Auslöser dafür, dass der Gemeinderat in beinah letzter Sekunde die Reißleine zog, waren die veranschlagten Kosten in Höhe von 4,2 Millionen Euro. Geplant war die Aufstockung des Clubgebäudes am Köglweg um ein Obergeschoss mit zwei Gymnastikräumen, einem Fitness-Areal und Sauna (wir berichteten). Bürgermeister Ullrich Sander erläutert auf Anfrage des Münchner Merkur: Um den Kostenrahmen halten zu können, hätten die Planer das Fitness-Centrum beinahe bis auf einen Skelettbau reduzieren müssen. In Folge sei die Konkurrenzfähigkeit fraglich. Erst kürzlich haben in Unter- und Oberhaching moderne Center eröffnet.

Eine weitere Befürchtung sei, dass das knapp kalkulierte Kostenpolster bis zur Vergabe der Bauaufträge durch zu erwartende Preissteigerungen von jährlich etwa drei Prozent schnell aufgebraucht worden wäre. Denn vor 2019 hätte es sicher keine Ausschreibungen gegeben, so Sander.

Mit immerhin 1,8 Millionen Euro wäre die Gemeinde bei der Sportparkerweiterung involviert gewesen. Die weitere Finanzierung wäre über Zuschüssen des Bayerischen Landessportverbands (BLSV) sowie einer Darlehensaufnahme des SV-DJK gelaufen. Hier hätte die Gemeinde ebenfalls gebürgt. In Hinblick auf die finanziellen Herausforderungen unter anderem im Schulbau, die Taufkirchen in den nächsten Jahren zu stemmen hat, fiel die Entscheidung gegen den Erweiterungsbau. „Zu große Risiken und Belastungen für die Gemeinde“, sagt Sander. Der Rat habe sich schweren Herzens, aber letztlich für das Gemeinwohl, entschieden.

Den Trumpf des Vereins sieht Sander gerade in den beliebten Mannschaftssportarten. Passé sind damit die bereits investierten Energien und Gelder vor allem bei den Verantwortlichen des SV-DJK. Bis zuletzt hatten sie auf die Erweiterung ihres Clubgebäudes gehofft. Erst im April hatte der Gemeinderat ein Signal gesetzt und einen Sperrvermerk aufgehoben, der zwei Millionen Euro an Fördergeldern geblockt hatte.

Klaus Brandmaier, Vorsitzender des SV-DJK, verfolgte die aktuelle Sitzung denn auch mit besorgter Miene. Dass die finale Entscheidung nichtöffentlich fiel, verärgerte ihn. Sander hatte dies mit vertragsrechtlichen Bestimmungen begründet. Vom Scheitern des Vorhabens war zu diesem Zeitpunkt noch keine Rede. Immer wieder hatte Brandmaier betont, dass die Aufstockung für die Marktfähigkeit im Breitensport von elementarer Bedeutung sei. Dass es gelte, um jedes Mitglied zu kämpfen, dass dazu der Verein auf die Bedürfnisse der Bürger reagieren müsse. Ein Fitness-Areal mit flexiblen Öffnungszeiten schien folgerichtig.

Wie es jetzt für den Verein weitergeht, wird sich zeigen müssen. Für eine Stellungnahme war der Vorsitzende bisher nicht erreichbar. 

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