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Offizieller Akt vollzogen: Mit dem Spaten bearbeiten (v.l.) Projektsteuerer Tobias Wonschk, Musikschul-Chef Michael Burazanis, Bürgermeister Ullrich Sander, Schulleiterin Hildegard Höhn, 3. Bürgermeister Rudi Schwab sowie die beiden Erstklässler Samuel und Arian die Rasenfläche.

Spatenstich

Startschuss für Mammutprojekt Grundschule

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Die Bauarbeiten für den Neubau der Grundschule am Wald in Taufkirchen haben noch gar nicht richtig begonnen, da ist der Zeitplan auch schon durcheinander gekommen.

Taufkirchen –  So steht – wie eigentlich vorgesehen – weder der Bauzaun rund um das Gelände zwischen Ahornring, Lindenring und Pappelstraße noch sind die notwendigen Baumfällungen auf dem Areal durchgeführt worden. „Erst muss eine dort ansässige Fledermauspopulation umgesiedelt werden“, erklärt Stefan Beer, der Bauamtsleiter der Gemeinde.

Unbeeindruckt von solchen Widrigkeiten hat die Gemeinde jetzt den offiziellen Spatenstich des Mammutprojekts gefeiert. Es sei das größte einzelne Investitionsprojekt, das Taufkirchen jemals gestemmt hat, betonte Bürgermeister Ulrich Sander (parteifrei) bei der kleinen Feier auf dem bisherigen Sportplatz, das dem Neubau weichen muss. Die Gemeinde schätzt die Baukosten aktuell auf 33,9 Millionen Euro. „Ich gehe davon aus, dass wir am Ende eher bei 40 Millionen Euro landen“, fügte Sander hinzu. Immerhin kann in der vorgesehenen Bauzeit von rund zwei Jahren viel passieren. Sander hofft, dass die Schule spätestens Ende 2020 eröffnet werden kann.

Die lange Bauphase ist aber nichts im Vergleich zum jahrelangen Ringen der politischen Entscheidungsträger um den Projekt-Beschluss. Dass dringender Handlungsbedarf bei dem in die Jahre gekommenen Schulgebäude besteht, war allen Beteiligten von Anfang an klar. Doch um die Lösung des Problems wurde heftig diskutiert. Letztlich entschied sich der Gemeinderat gegen die Sanierung und Erweiterung des alten Gebäudes und für einen Neubau. Als Standort zogen die Kegelfelder den Kürzeren gegenüber dem Ortsteil am Wald.

„Es ist strukturell die richtige Entscheidung“, bekräftigte Sander die Entscheidung, die neue Schule direkt neben der alten zu bauen. Die neue Schule mit Ganztagsangebot wird dann statt vier- künftig sechszügig sein und soll laut Sander – zumindest aus heutiger Sicht – „den modernsten Ansprüchen genügen“. Schulleiterin Hildegard Höhn freut sich vor allem auf die Vollküche, die für das Ganztagsangebot wichtig ist, und das Clustersystem, das die konventionelle Flurschule ablösen wird. Statt Klassenzimmern, die durch einen Flur erschlossen werden, können künftig sämtliche Räume innerhalb eines Clusters für Unterricht und Schülerarbeit genutzt werden. „So bieten sich viel mehr Möglichkeiten“, sagt Höhn.

Neben der Schule wird eine Dreifachturnhalle errichtet, auf dem Dach der Halle ein Sportplatz. Angesichts derartiger Innovationen hofft Sander, dass der Schulbau „lange für positive Stimmung sorgt“. STEFAN WEINZIERL

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