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Abgeholzt: Von den Bäumen sind nur noch Laub und Äste übrig, die Stämme wurden schon abtransportiert.

Auf Tip-Gelände

Firma fällt 30 Bäume: Gemeinde droht mit Bußgeld

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Taufkirchen - Mehr als 30 Bäume fällt wohl eine Firma auf dem TIP-Gelände ohne Genehmigung. Die Gemeinde droht nun mit Bußgeld.

Illegal Bäume zu fällen, scheint sich auf dem TIP-Gelände in Taufkirchen zu einer zweifelhaften Marotte zu entwickeln. Nachdem im Juli in der Robert-Koch-Straße bereits weit über 250 Bäume ohne Genehmigung gerodet wurden, ist es vergangene Woche zu einem neuen Vorfall gekommen. Mehr als 30 Bäume sind auf zwei Grundstücken beiderseits der Lilienthalstraße widerrechtlich abgeholzt worden. 

Wie Taufkirchens Zweiter Bürgermeister Alfred Widmann (SPD) mitteilt, sollen beide Grundstücke bebaut werden. Sie gehören vermutlich dem gleichen Eigentümer, einer Firma, deren Namen Widmann nicht öffentlich machen will. Er geht davon aus, dass eben jene Firma die Rodung angeordnet hat – hinter dem Rücken der Gemeinde. 

Die Kommune hatte am Freitag vor einer Woche von der Fällung erfahren. Mitarbeiter des Umweltamts haben sich daraufhin das Ausmaß der Rodungsmaßnahmen genauer angeschaut. Die Bilanz: 23 abgeholzte Bäume auf dem Grundstück westlich der Lilienthalstraße, mehr als zehn rund um den Tennisplatz. Besonders ärgerlich: Bei den gefällten Bäumen hat es sich laut Umweltamt um „überwiegend völlig gesunde Laubbäume“ gehandelt. Mit deren Fällung hat der Eigentümer damit sowohl gegen Vorgaben des Bebauungsplans als auch gegen die Baumschutzverordnung verstoßen. 

Hinzukommt: Die Verwaltung hatte noch am 12. Oktober einen sogenannten Baumbestandsplan vom Eigentümer eingefordert, nachdem dieser auf dem Grundstück östlich der Lilienthalstraße, dort wo heute noch ein Tennisplatz ist, ein Hotel errichten will. „Diese Aufforderung hat er ganz offensichtlich ignoriert und die Bäume umschneiden lassen“, sagt Widmann. „Ganz nach dem Motto: Was interessieren mich denn Regeln, ich hau’ die Dinger einfach weg.“ 

Die Gemeinde lässt sich nicht auf der Nase herumtanzen. Sie hat ein Bußgeldverfahren gegen den Eigentümer eingeleitet. Widmann hofft auf eine saftige Geldstrafe: „Bei 5000 Euro lächelt der doch bloß.“ Alles in allem dürfte das Bußgeld den Eigentümer nicht sonderlich überraschen. Für Widmann war es viel mehr ein kalkuliertes Risiko: „Da kann mir keiner erzählen, er habe das nicht gewusst. Der hat die Strafe in Kauf genommen.“ 

Einfluss auf die beiden Bauvorhaben hat die Rodung nicht. Zwar werde man den Eigentümer zu Ersatzpflanzungen anhalten und ein genaues Auge auf den Bauprozess haben, die Baugenehmigung bekommt er dennoch. Widmann sagt: „In der Politik ist kein Platz für Rache.“

fp

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