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Die Saatkrähen in Taufkirchen fühlen sich hier sehr zum Unwillen der Bevölkerung sehr wohl.

Umwelt

Bitte woanders nisten

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Taufkirchen – Gerade noch rechtzeitig hat die Regierung von Oberbayern die zweite Vergrämung von Saatkrähen in Taufkirchen bewilligt.

Der Erfolg der ersten Maßnahme war gering. Die Gemeinde hatte deshalb einen Folgeantrag gestellt und wartete seit Herbst auf den Genehmigungsbescheid durch die Regierung. Die Maßnahmen zur Vergrämung müssen in den Wintermonaten durchgeführt werden. Im Frühjahr beginnt die Brutzeit der Vögel.

Die Saatkrähen machen den Bewohnern der Wald- und der Kirschenstraße in Taufkirchen seit Jahren das Leben schwer. Die Bürger leiden unter dem Lärm und dem Dreck, den die Vögel verursachen. Ziel der Vergrämung ist daher, die Saatkrähen umzusiedeln – langfristig nach Westen in Richtung Autobahn, wo sie in den hohen Bäumen nisten sollen.

Durch die erste Aktion im Winter 2015 habe sich die Kolonie zwar leicht in Richtung Westen verschoben, allerdings ist die Zahl der Brutpaare weiter gestiegen, von 119 auf 162. Dies hatte Christine Schwarzmüller vom Umweltamt dem Bauausschuss im September mitgeteilt.

Mit der nun genehmigten, zweiten Vergrämungsaktion, hofft die Gemeinde auf einen größeren Erfolg. „Die Maßnahme betrifft ein relativ großes Gebiet südlich der Waldstraße und teilweise in der Kirschenstraße“, sagte Bürgermeister Ullrich Sander (parteifrei) in der Dezember-Sitzung des Gemeinderats.

Auch auf den Vorschlag eines Besuchers bei der Bürgerversammlung im November ging Sander kurz ein. Ein Bürger hatte damals gefragt, warum man nicht einen Falken über das Gebiet fliegen lasse, um das Problem zu lösen. Sanders Antwort: „Eine Kollegin im Umweltamt hat sich schlaugemacht und herausgefunden: Es hat tatsächlich in einer Kommune schon einmal einen Vergrämungsversuch mit einem Falken gegeben.“ Das Ergebnis allerdings macht wenig Hoffnung: „Die Krähen sind zwar weggeflogen, haben sich dann aber wild über ein größeres Gebiet verteilt.“

Saatkrähen stehen auf der Vorwarnliste der gefährdeten Brutvögel. Deshalb dürfen sie weder bejagt noch vergrämt werden. Nester dürfen nur mit einer Ausnahmegenehmigung der Regierung von Oberbayern entfernt werden. Diese wurde für Taufkirchen nun zum zweiten Mal erteilt.

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