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Die Krähen machen den Abflug. 

Population sinkt

Weniger Krähen in Taufkirchen: Hat die Plage endlich ein Ende?

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Jahrelang haben sie mit ihrem Geschrei und ihren Hinterlassenschaften vor allem bei den Anwohnern in der Waldstraße und im Oberhachinger Weg für Ärger gesorgt. Doch jetzt scheint die Gemeinde das Problem mit den Saatkrähen in den Griff zu bekommen.

Taufkirchen – Aktuellen Untersuchungen zufolge gibt es heuer deutlich weniger brütende Saatkrähenpaare als in den vergangenen Jahren. Fast 140 Nester hatte man 2017 allein in der Kolonie in der nördlichen Waldstraße gezählt. Fast 50 weitere in der südlichen Waldstraße. Ihr Gekreische riss die Anwohner aus dem Schlaf. Autos, Gehwege und Spielplätze waren überzogen von ihrem Kot.

Die Regierung von Oberbayern hatte schließlich einer Vergrämung in Teil-Bereichen der Saatkrähen-Kolonie, südlich der Waldstraße und östlich des Oberhachinger Wegs, zugestimmt. In der Folge wurden Astgabeln zurückgeschnitten und Nester aus den Bäumen geholt. Ein Falkner, wie ursprünglich geplant, und akustische Vergrämungsmethoden kamen gar nicht zum Einsatz.

Und offenbar braucht es das nun auch nicht mehr: Haben 2018 am Oberhachinger Weg noch 28 Saatkrähenpaare gebrütet, sind es heuer gerade noch sechs Paare. Die Krähenkolonie an der Waldstraße/ Ecke Lindenring und an der Eichenstraße, die sich im vergangenen Jahr mit 19 Brutpaaren neu gebildet hatte, ist völlig verschwunden. An der südlichen Waldstraße brüten noch 27 statt 58 Vogelpaare. An der nördlichen Waldstraße hat man nichts unternommen, dennoch ist die Zahl der Nester von 101 auf 83 weiter zurückgegangen.

Das ursprüngliche Ziel, die Saatkrähenkolonie weiter Richtung Westen, Richtung Autobahn zu lenken und damit weiter weg von der Wohnbebauung, hat die Gemeinde noch nicht erreicht. Doch zumindest gibt es weniger Nester, von denen auch in den kommenden Jahren weitere entnommen werden. Und auch Bäume werden weiter zurückgeschnitten. Doch das alles geht immer nur außerhalb der Brutzeit und immer nur mit Genehmigung der Regierung von Oberbayern, da die Tiere, wie alle europäischen Vogelarten, geschützt sind. 

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