Zuschuss für die einen, Absage für die anderen

Taufkirchen – 718 Euro erhält der Radsportverein RSV-Hachinger Tal in diesem Jahr aus Taufkirchen. Im Gemeinderat lag der Antrag des Vereins auf Wiederaufnahme in die gemeindliche Sportförderung auf dem Tisch, dem die Räte schließlich einstimmig stattgaben.

Streng genommen erfüllt der RSV die Vorgaben nicht. Laut aktueller Beschlusslage gewährt die Gemeinde nur dann eine Sportförderung, wenn mindestens 60 Prozent der Mitglieder ihren Wohnsitz im Hachinger Tal haben. Derzeit stammen jedoch nur 51 Prozent der RSV-Mitglieder aus dem Einzugsbereich. Rosemarie Weber (SPD) warb im Gemeinderat dafür, den Zuschuss dennoch zu gewähren – zumal in Taufkirchen zum 1. Januar 2017 ohnehin eine geänderte Sportförderung in Kraft treten wird. „718 Euro sind kein hoher Betrag“, sagte Weber. „Vor allem, wenn wir uns ansehen, was der RSV alles leistet, wie wir zuletzt beim ,Festival im Sattel’ gesehen haben“. Den Zuschuss will der Verein laut Weber nutzen, um einen „qualifizierten Trainingsleiter“ zu bezahlen.

Keinen Zuschuss erhält dagegen die „Sport Foundation“, ein neu gegründeter gemeinnütziger Verein zur Förderung des Handballsports in Taufkirchen. Im Gemeinderat war die Ablehnung eine klare Angelegenheit. „Das fällt nicht unter die Sportförderung, die wir bislang haben“, erläuterte Kämmerer Jan Modrzinski. Schließlich seien die Mitglieder Vereins keine Sportler, sondern Eltern von Jugendlichen und Sponsoren. Ziel der „Sport Foundation“ ist es, vor allem die Handballabteilung des SV-DJK Taufkirchen zu unterstützen. Der Zuschuss, den die Handballer vom SV-DJK erhalten, kann die hohen Kosten der Abteilung nicht decken, da einige Mannschaften in höchsten Klassen spielen und folglich hohe Fahrtkosten entstehen.

soh

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