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Prägnanter Baum: Die Esche mit ihrem meterbreiten Stamm an der Ecke Dorfstraße und Riegerweg fällt sofort ins Auge. Laut Gemeinde ist sie von einem Pilz befallen. 

Baum soll gefällt werden

Taufkirchner kämpfen um Esche an der Dorfstraße

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Wie lange die große Esche an der Ecke Dorfstraße/Riegerweg schon dort steht, ist nicht ganz klar. Doch ihre Tage scheinen gezählt – zumindest nach dem Willen der Gemeinde.

Taufkirchen –  Anwohner und Naturschützer sehen das anders. Sie haben jetzt die Fällung des Baumes verhindert – vorerst.

Ein Baumgutachter hatte bei der Gemeinde Alarm geschlagen, weil er bei der Esche einen starken Pilzbefall festgestellt hatte. Die Gemeinde witterte Gefahr für die Passanten und wies den Eigentümer, die Obermeier-Gruppe, an, den imposanten Baum zu fällen. Nach Aussage der Gemeinde war der Baum schon einmal beschnitten worden, um die Krone zu sichern. Nun sei er nicht mehr zu retten, auch wenn es natürlich schade sei um den schönen Baum.

Anwohner und Naturschützer verhindern Fällung

Als die Baumfäller anrückten, alarmierten Anwohner Gemeinderäte der Grünen, der ILT, der FDP und den Bund Naturschutz. Auch der in Taufkirchen wohnende Landratskandidat der Grünen, Christoph Nadler, unterstützte die Anwohner in ihrem Anliegen, den Baum zu erhalten. Wegen des geballten Widerstandes von Anwohnern und Politikern musste die für die Fällung beauftragte Firma wieder unverrichteter Dinge abziehen. „Zu der Baumfällaktion gibt es widersprüchliche Informationen aus dem Rathaus“, teilt Grünen-Gemeinderat Rudi Schwab fest. So solle es eine sicherheitsrechtliche Anordnung der Gemeinde gegenüber Herrn Obermeier geben, die ortsgestaltende Esche aus Gründen der Verkehrssicherheit zu fällen. Andererseits – so höre man – sei es ihm freigestellt, die Esche zu fällen oder nicht. „Diese widersprüchlichen Aussagen konnten vor Ort nicht geklärt werden“, so Schwab.

Gemeinde: „Baum ist ein Sicherheitsrisiko“

Für die Gemeinde ist der Fall eigentlich klar: Der Baum ist ein Sicherheitsrisiko. Dennoch will man dem Wunsch der Baumbeschützer nachkommen. Bürgermeister Ullrich Sander beschloss daher, ein zweites Gutachten hinsichtlich des Zustands der Esche einzuholen. So lange darf die beliebte Esche an der Dorfstraße noch stehen bleiben. 

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