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„Das ewige Terrarium“: Robin Dost (l.) und Vladimir Yankelevich erforschen, wie man Pflanzen im All züchten kann.

Jugend-Forscht-Wettbewerb 

„Insektenzentrifuge“ und „ewiges Terrarium“: Junge Forscher zeigen Fantasie

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Mehr als 100 Nachwuchs-Wissenschaftler zeigen beim Jugend-Forscht-Wettbewerb für die Region Oberbayern Ost in Taufkirchen ihre Erfindungen und Experimente.

Taufkirchen – Die Mikrowelle, der Teebeutel oder Porzellan – all diese bahnbrechenden Dinge hat der Mensch zufällig erfunden. Am Freitagvormittag präsentieren Tim Gierlinger (13) und Gabriel Huber (14) auf dem Airbus-Gelände ihre Dosen-Rakete. Für einen Wettbewerb am Grünwalder Gymnasium haben sie Natriumhydrogencarbonat, das in Backpulver enthalten ist, zusammen mit Zitronensäure und Wasser in einer Tennisballdose gekippt. Auf die Idee seien sie zufällig gekommen, sagt Tim Gierlinger und grinst. Die Dose hebt allein durch die chemische Reaktion und dem daraus entstehenden Druck ab. Es ist ein Raketenantrieb, der ohne Treibstoff und Hitze auskommt. Wenn man das Konzept perfektioniere, müsste es auch bei echten Raketen funktionieren, sagt Gabriel Huber. Rein theoretisch zumindest.

Mehr als 100 Nachwuchs-Wissenschaftler zeigen beim Jugend-Forscht-Wettbewerb für die Region Oberbayern Ost in Taufkirchen ihre Erfindungen und Experimente. Läuft man an den 60 Ständen vorbei, sieht man einen Putzroboter, einen Wasserstoffmotor oder ein Radar-Gerät, das mit Myonen die Umgebung ausmisst. Und steht man vor der „Insektenzentrifuge“ von Franziska Raimer (17) fällt einem ein Zitat von Albert Einstein ein: „Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“

„Die Insektenzentrifuge“: Franziska Raimer lässt Stabheuschrecken auf unterschiedlichen Oberflächen drehen. 

Die Schülerin des Lise-Meitner-Gymnasiums in Unterhaching möchte herausfinden, warum Stabheuschrecken so gut an Dingen haften. Dafür hat sie CDs mit unterschiedlichen Materialien wie Alufolie, Kerzenwachs oder Schmiergelpapier beklebt. Die Insekten stellt sie auf die CDs, die anschließend auf der Zentrifuge – ein ausgebauter Computerlüfter – bis zu 700 Mal pro Minute gedreht werden. Durch die zunehmende Rotation verlieren die Tiere irgendwann den Halt. Das Ziel sei, ein Material zu finden, an das sich die Heuschrecken besonders schlecht haften können, sagt Franziska Raimer. Das Material könnte man etwa bei Hochbeeten einsetzen, um Ungeziefer fernzuhalten.

Keine Tiere, dafür Pflanzen erforschen Robin Dorst (13) und Vladimir Yankelevich (13) in ihrem „ewigen Terrarium“. Die beiden Schüler des Ottobrunner Gymnasiums haben vor zwei Monaten ein Terrarium mit Erde, Gräsern und Moos befüllt und anschließend vakuumiert. Zwei Sensoren messen Luft- und Bodenfeuchtigkeit sowie den Sauerstoff und CO2-Gehalt. Eine Lampe, welche die beiden Gymnasiasten aus einem Kaffeekocher gebaut haben, beleuchtet das Terrarium tagsüber. Das Ziel: Die Pflanzen sollen sich selbst versorgen können, ohne Regen. Dafür suchen die Schüler die ideale Lichteinstellung. Robin Dorst: „Damit kann man im Weltraum Pflanzen züchten.“  

rat

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