Fastenmonat der Muslime

Traglufthalle Taufkirchen wird zur Ramadan-Unterkunft

Taufkirchen - Im Fastenmonat können gläubige Muslime unter vden Asylbewerbern in die Traglufthalle Taufkirchen umziehen – dort wird das Abendessen erst nach Sonnenuntergang ausgegeben.

Bei den Muslimen beginnt am Montag, 6. Juni, der Fastenmonat Ramadan. Das bedeutet, dass gläubige Muslime von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang 29 Tage lang auf jegliche Mahlzeit verzichten. Damit auch Asylbewerber entsprechend ihrem Glauben fasten können, wird in der Traglufthalle Taufkirchen für die Zeit vom 6. Juni bis 4. Juli die Essensausgabe umgestellt, teils das Landratsamt in einer Pressemitteilung mit. 

Für Asylbewerber, die sich nicht selbst versorgen, da sie in einer Traglufthalle oder einer anderen Notunterkunft leben, in welcher keine Kochmöglichkeit zur Verfügung steht, stellt es eine große Herausforderung dar, der religiösen Pflicht des Fastens nachzukommen. In den Notunterkünften, in denen bis zu 300 Menschen unterschiedlichster Nationalität und Glaubensrichtung zusammenleben, werden die Bewohner durch einen Catering-Service verpflegt. Für die Zeit des Fastenmonats haben muslimische Asylbewerber nun die Möglichkeit, in der Traglufthalle Taufkirchen unterzukommen. Hier wird die Ausgabe des Abendessens, die normalerweise zwischen 18 und 20. Uhr stattfindet, auf die Zeit nach Sonnenuntergang verlegt, sodass die Asylbewerber tagsüber fasten können. In einer Reihe islamischer Staaten ist das Nichteinhalten der Fastenpflicht offiziell verboten. 

Der Umzug interessierter Bewohner aus den Traglufthallen in Neubiberg, Unterhaching, Oberhaching und Unterföhring fand schon in den vergangenen Tagen statt und wird an diesem Wochenende fortgesetzt. Nach dem Ende des Ramadan werden die Asylbewerber wieder in ihre bisherigen Traglufthallen zurückkehren.

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