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Energie tanken: Bürgermeister Franz Hofstetter stellte gemeinsam mit Andreas Huber und Christoph Ruthner von den Gemeindewerken (v. l.) die neue E-Ladestation am Eingang des Waldbades vor.

Waldbad Taufkirchen 

Weniger Stolperfallen, neue E-Ladestation

Jetzt hat auch Taufkirchen seine erste E-Ladestation – und sie wird schon fleißig genutzt. Die Gemeinde hat sie am Waldbad installieren lassen. Die Kosten für die Säule und den Stromanschluss haben die Gemeindewerke übernommen.

Taufkirchen– Dank eines Typ 2-Steckers können gleichzeitig ein Fahrrad und ein Auto aufgeladen werden. Das Besondere: Für Besucher des Waldbades ist das Auftanken ihres E-Gefährtes während der Öffnungszeiten kostenlos.

„Die Strommenge wird überschaubar bleiben“, schätzt Andreas Huber, Prokurist der Gemeindewerke Taufkirchen. Es gehe in erster Linie darum, einen touristischen Ort wie das Waldbad aufzuwerten. Gleichzeitig möchte man damit Erholungswerte wie frische Luft und gesundes Radfahren mit dem Freibad verbinden. Bislang sei es noch kein Geschäftsmodell, so Huber: „Schauen wir mal, wie es läuft. Vielleicht kommt dann bald eine zweite dazu.“

Nicht nur E-Mobilität ist ein Thema an der Vils. Im Waldbad spielt auch die Barrierefreiheit eine große Rolle. Viel wurde heuer noch in die Umbaumaßnahmen investiert.

Rund 2,3 Millionen Euro haben das neue Eingangsgebäude und weitere Maßnahmen gekostet. So wurde beispielsweise eine Edelstahltreppe installiert, die Senioren den Einstieg ins Becken erleichtern soll, erklärte Bürgermeister Franz Hofstetter. Jetzt gibt es auch einen Lift, der bei Bedarf am Beckenrand installiert werden kann, damit Menschen mit Handicap ins Wasser gelassen werden können. Die Durchschreitebecken, früher oft Stolperfallen, wurden gepflastert, ebenso der Weg zum Kiosk. Außerdem sind direkt am Eingangsgebäude vier Behindertenparkplätze ausgewiesen.

Um Eltern mit Kinderwagen den Ausgang zu erleichtern, hat die Gemeinde an der West- und Nordseite Drehkreuze im Zaun eingebaut. Sie können auch bei größeren Veranstaltungen oder bei Platzregen genutzt werden, wenn es mal schnell gehen soll.

Hofstetter betont, dass es mit der Ehrenamtskarte zehn Prozent Ermäßigung auf den Eintritt gebe.

Der Gemeindebus fährt schon länger täglich mehrmals zum Waldbad. Eine einfache Fahrt kostet einen Euro, für Kinder bis 16 Jahre ist sie kostenlos. Neu sind auch der Wlan-Hotspot und zwei Umkleideschnecken auf den Liegewiesen, die das Waldbad-Team gebaut hat. Dort können sich die Badegäste auf kurzem Weg zum Wasser umziehen.

Um die Liegefläche zu vergrößern, bis dato rund 14 500 Quadratmeter, hat man die Minigolfanlage zusammengelegt. Nun können es sich die Waldbadfreunde auf gut 17 000 Quadratmetern gemütlich machen, sagt Bademeister Ralf Alscher. Am Nichtschwimmerbecken wurden die orangefarbenen Bänke durch neue in Lärchenholz ersetzt, passend zur Fassade des Eingangsgebäudes.

Das Waldbad hat bereits seit 28. April geöffnet. Der Ansturm war angesichts des sonnigen Wetters beachtlich. 1600 Badegäste hat Alscher in den ersten Wochen gezählt. mel

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