Zu gern genutzt: Eine beliebte Verbindung zwischen Dorfstraße und Tegernseer Landstraße ist der Zacherlweg.
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Zu gern genutzt: Eine beliebte Verbindung zwischen Dorfstraße und Tegernseer Landstraße ist der Zacherlweg.

Taufkirchens Zacherlweg

Zacherlweg bald Einbahnstraße? Zu kleiner Weg für zu viel Verkehr

  • Doris Richter
    vonDoris Richter
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(Zu) gerne als Abkürzung genutzt wird der Zacherlweg in Taufkirchen. Die Verbindung zwischen Dorfstraße und Tegernseer Landstraße ist für so viel Verkehr aber nicht ausgelegt. Immer wieder kracht es. Jetzt hat der Gemeinderat eine Idee.

Taufkirchen – Eine ruhige Nebenstraße ist der Zacherlweg schon lange nicht mehr. Die kleine Straße ist eine beliebte Verbindung zwischen Dorfstraße und Tegernseer Landstraße. An der Kreuzung zur Tegernseer Landstraße passieren immer wieder Unfälle. Und wiederholt beschwerten sich Anwohner über Lärm und Gestank und forderten die Gemeinde auf, eine Lösung zu suchen für das Verkehrsproblem. Ein Verkehrsplaner soll so eine nun finden. Das hat soeben der Bauausschuss des Gemeinderats beschlossen.

Bald eine Einbahnstraße?

Schon öfter hat das Gremium über den Zacherlweg diskutiert. Ganz so schlimm wie im Hohenbrunner Weg, den viele als Route nach Brunnthal nutzen und wo schon vieles versucht wurde, um die Anwohner zu entlasten, ist es hier nicht. Doch der neue Edeka-Markt am Riegerweg zieht mehr Verkehr an. Und in absehbarer Zukunft wird es mit den Riegerhöfen und anderen Wohnprojekten, die in Winning anstehen, nicht besser werden. Und weil sich viele Autofahrer auch nicht an das vorgeschriebene Tempo 30 halten, haben Anwohner immer wieder dem Bürgermeister geschrieben. Der hatte nach Beratschlagung mit Polizei und Feuerwehr nun vorgeschlagen, den Zacherlweg als Einbahnstraße auszuweisen und hierfür dem Bauausschuss drei Vorschläge gemacht: Den Zacherlweg als Einbahnstraße zu kennzeichnen oder – was den Anwohnern am besten gefallen würde – eine Einbahnstraße Richtung Ortsmitte, aber nur bis zur Wohnbebauung, damit Anwohner weiterhin aus beiden Richtungen nach Hause fahren können. Eine Idee, die auch die Unfallgefahr an der Kreuzung mindern würde.

Eigentlich zu klein für so viel Verkehr

Thomas Vieweg (CSU) fehlte bei allen Vorschlägen die Gesamtschau. „Man muss auch die Verkehrszahlen im weiteren Umfeld anschauen und nicht isoliert eine Regelung treffen.“ Klar sei: Der Zacherlweg ist eigentlich zu klein für den vielen Verkehr. Doch wenn man Verkehr an dieser Stelle verdränge, tauche er irgendwo anders wieder auf. Auch Michael Lilienthal (Freie Wähler) sah es kritisch, dass man vorab nur die Anwohner im Zacherlweg befragt habe. Er forderte eine Expertenmeinung. Man brauche schon eine bessere Grundlage für eine Entscheidung. Und Alfred Widmann (SPD) gab zu Bedenken, dass jede Entscheidung nur für maximal drei Jahre gelten könne. „Sobald wir mit der Bebauung näher an den Zacherlweg ranrücken, müssen wir das ohnehin alles nochmal neu anschauen.“

Bürgermeister Ullrich Sander (parteifrei) schlug schließlich vor, dass ein Verkehrsplaner sich des Problems annimmt und dabei auch die Auswirkungen auf den weiteren Umkreis untersucht – auch in Hinblick auf die künftige Bebauung in der Nähe. Damit waren alle einverstanden – auch wenn „wir das Pferd so von hinten aufzäumen“, wie Rosemarie Weber (SPD) sagte. Man solle künftig besser vermeiden, erst die Bürger Vorschläge machen zu lassen und dann doch noch einen Verkehrsplaner zu beauftragen.

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