1. Startseite
  2. Lokales
  3. München Landkreis

Sengende Hitze: Großbrand auf der Zirkuswiese

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Wegen der starken Trockenheit ist in Taufkirchen ein zum Teil gemähtes Feld in Brand geraten. © Thomas Gaulke

Taufkirchen - In sengender Hitze hatten die Feuerwehren Unterhaching und Taufkirchen am Dienstag einen Großeinsatz. Bei Erntearbeiten war ein Getreidefeld ("Zirkuswiese") am Pöttinger Weg in Brand geraten.

Zwei Stunden kämpften die beteiligten Feuerwehrler gegen die Flammen an. Dramatisch war der Einsatz auch deshalb, weil in der Nähe des Feldes ein Zirkus gastiert. Dessen Betreiber freilich um seine Tiere fürchtete. Die blieben aber in ihren Unterkünften – und wurden auch, entgegen den Befürchtungen, nicht unruhig. Auch die Traglufthalle, in der dieser Tage Asylbewerber eine Unterkunft auf Zeit finden sollen, steht in der Nähe des Unfallorts.

In ihren schweren Schutzanzügen bekamen vier Einsatzkräfte bei Temperaturn um die 32 Grad im Lauf der Arbeiten Probleme mit dem Kreislauf. Zwei konnten vor Ort vom Rettungsdienst behandelt werden, die anderen beiden wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Einer blieb stationär über Nacht, auch wegen des Verdachts auf Rauchvergiftung.

Erschwert wurde der Einsatz auch wegen des ständig sich drehenden Winds, den man andernorts nicht bemerkt haben mag, der aber doch vorhanden war. Und der die Feuerwehrler mehrmals zwang, errichtete Löschaufbauten wieder abzubrechen – und umzustellen. Mehrere Schlauchleitungen mussten zurückgelassen werden und verbrannten.

Alarmiert worden waren die Feuerwehren von verschiedener Seite, wobei die Anrufer oft den Brandort nicht genau benennen konnten. Manche verorteten das Feuer in Oberbiberg. Die Unterhachinger Wehr hatte, ehe sie in Taufkirchen schließlich eintraf, erst ergebnislos im eigenen Gemeindegebiet gesucht. Als die Löschmannschaften, deren Einsatz Thilo Hoffmann, der stellvertretende Kommandant aus Taufkirchen leitete, vor Ort eintrafen gegen 18.45 Uhr, hatten auch eine an das drei Hektar große Feld angrenzende Hecke und ein benachbartes Waldstück Feuer gefangen. Letztlich konnte auch ein Übergreifen der Flammen auf das noch stehende Getreidefeld im Süden verhindert werden.

Unterstützt wurden die Freiwilligen Feuerwehren von Landwirten, die Brandschneisen zogen. Nachlösch- und Aufräumungsarbeiten dauerten noch bis nach Einbruch der Dämmerung hin. Um 22 Uhr machten die Feuerwehren noch einmal letzte Kontrollgänge. Es wird vermutet, dass sich das Feuer wegen der großen Hitze und Trockenheit selbst entzündet hat.

Auch interessant

Kommentare