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Parkplatz für Elektroautos

„Veraltete Satzung“

FW fordern neue Regelung für Stellplätze

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Taufkirchen - Die Stellplatz-Satzung in Taufkirchen ist nicht mehr zeitgemäß. Das sagen die Freien Wähler und haben einen Antrag ausgearbeitet, durch den Stellplätze wegfallen sollen. Wer Carsharing oder ein anderes alternatives Mobilitätskonzept nutzt, soll zusätzlich profitieren.

Zwei Stellplätze für eine 41 Quadratmeter große Wohnung. So sieht es die aktuelle Stellplatzsatzung in Taufkirchen vor, die die Freien Wähler nun verändern möchten. Ihr Antrag wird in der Gemeinderatssitzung an diesem Donnerstag, 15. September, behandelt und umfasst insgesamt fünf Ergänzungswünsche. Grundsätzliches Ziel: Die Stellplatzsatzung soll so angepasst werden, dass sie dem aktuellen „Mobilitätsverhalten“ der Bürger entspricht und neue Verkehrskonzepte wie Carsharing oder E-Mobilität aktiv unterstützt. 

„Es ist doch unwahrscheinlich, dass sich zwei Bewohner aufgrund ihrer finanziellen Situation eine – im Schnitt viel zu kleine – Wohnung von 41 Quadratmetern teilen, sich aber andererseits sogar zwei Pkw für die dafür vorgesehenen zwei Stellplätze leisten können“, argumentiert Eckhard Kalinowski im Antrag der FW. Daher lautet Vorschlag Nummer eins: Bis 60 Quadratmeter Wohnfläche genügt ein Stellplatz, werden die 60 Quadratmeter Wohnfläche überschritten, müssen zwei Stellplätze nachgewiesen werden. 

 Bei Mehrfamilienhäusern soll der Schlüssel auf Antrag noch weiter abgesenkt werden können – auf 0,5 Stellplätze bis 60 Quadratmeter Wohnfläche und einen Stellplatz je Wohnung über 60 Quadratmeter Fläche – „wenn die Teilnahme aller Wohnungen eines Mehrfamilienhauses oder von sonstigen Gebäuden an einem Mobilitätskonzept nachgewiesen ist“. Wie genau dieser Nachweis zu führen ist, schreiben die Freien Wähler nicht. Indes erhoffen sie sich, mit den Änderungen auch an der Preisschraube drehen: Der Nachweis von Stellplätzen „treibt die Herstellungskosten von Wohnungen und damit die Mieten hoch“, schreiben sie. Zudem werde der „Flächenbedarf für Stellplätze unnötigerweise erhöht“.

 Auch für Gebäude, die „ausschließlich als Lagerhallen“ genutzt werden, wollen die Freien Wähler den Stellplatzschlüssel reduzieren. Ihr Vorschlag: Auf Antrag und Nachweis soll künftig ein Stellplatz je 200 Quadratmeter Nutzfläche oder je drei Beschäftigten genügen. 

 Punkt vier des Antrags gründet auf einer allgemeinen Beobachtung: Stellflächen über zwei oder mehr Ebenen („Duplex“-Garage), werden in der Regel gemieden. „Sie werden nur dann genutzt, wenn keine bequemeren Stellplätze mehr frei sind, also oberirdische Besucherstellplätze oder öffentliche Parkplätze in der näheren Umgebung“, betont Kalinowski. Zudem seien die platzsparenden Flächen für Familienautos oder SUVs „wegen der eingeschränkten Nutzhöhe generell nicht nutzbar“. Daher der Vorschlag: „Duplex-Garagen oder Ähnliches dürfen höchstens ein Viertel der nachzuweisenden Stellplätze ausmachen. Dazu passt auch der fünfte und letzte Vorschlag im Antrag der Freien Wähler: „Zusätzliche Stellplätze für Besucher sind vorrangig oberirdisch auszuweisen.“ Der Taufkirchner Gemeinderat entscheidet an diesem Donnerstag.

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