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30 000 Festmeter Holz waren hier gelagert. Inzwischen hat der Baumstammwall Löcher bekommen; seit Anfang des Jahres wird das Holz nach und abtransportiert.

Sturmholz für 2,8 Millionen 

Die Mauer muss weg

Der gigantische Baumstammwall in Taufkirchen wird bis April peu à peu abtransportiert. Die Bayerischen Staatsforsten hatten dort nach Orkan Niklas Sturmholz gelagert, das jetzt verkauft wurde.

Auch nach all den Wochen ist es immer noch ein skurriler Anblick, der sich dem Beobachter im Osten von Taufkirchen an der Tegernseer Landstraße bietet: Mitten im Nirgendwo, entlang eines Feldwegs, taucht plötzlich eine braune Mauer auf, die beim Näherkommen höher und höher wird und sich bis zum Horizont erstreckt. Diese Mauer besteht aus Baumstämmen. Sehr vielen Baumstämmen. 750 Meter lang ist sie und bis zu sechs Meter hoch.

Insgesamt 30 000 Festmeter Holz sind hier gelagert. Oder genauer gesagt: So viel war hier gelagert. Denn inzwischen hat der Baumstammwall Löcher bekommen; seit Anfang des Jahres wird das Holz peu à peu abtransportiert. Gefühlt im Viertelstundentakt rollen Holzlaster heran, laden auf und bringen ihre Fracht ins Sägewerk.

lfte des Lagers weg sein“, sagt Philipp Bahnmüller, Pressesprecher der Bayerischen Staatsforsten, der das Holz gehört. „Danach geht es mit einer niedrigeren Frequenz weiter. Wir hoffen, dass das Lager im Frühjahr komplett leer sein wird.“ Wie berichtet, handelt es sich bei den Stämmen um sogenanntes Sturmholz, das infolge des Orkans Niklas vor knapp einem Jahr angefallen war. Damals habe man die entwurzelten und umgeknickten Bäume schnellstmöglich aus den bayerischen Wäldern abtransportieren wollen, sagt Bahnmüller – auch wegen des Borkenkäfers. „Für den ist das ein gefundenes Fressen.“

Das gesammelte Sturmholz in Bayern – insgesamt etwa eine Million Festmeter – wurde daraufhin in verschiedene Lager gebracht. Zum einen, weil man eine solche Menge nicht auf einen Schlag hätte verkaufen können, sagt Bahnmüller. Zum anderen, „weil es zu einem Preisverfall geführt hätte, wenn wir das alles auf den Markt gebracht hätten“.

Für einen Festmeter Fichtenholz – die Gattung, die in Taufkirchen vornehmlich lagert – erhält man aktuell etwa 95 Euro. Bedeutet: Allein die Stämme, die an der Tegernseer Landstraße liegen, haben einen Wert von mehr als 2,8 Millionen Euro.

Allerdings kann die Qualität des Holzes unter der Lagerung leiden. In einem sogenannten Nasslager – also unter künstlicher Beregnung – setzt der Qualitätsverlust erst nach mehreren Jahren ein. In Trockenlagern wie Taufkirchen hingegen sei dies schon weitaus früher der Fall, erklärt Philipp Bahnmüller. „Eine genaue Angabe lässt sich nicht machen, weil das auch vom Wetter abhängig ist.“ Von daher soll das Lager südlich des Zacherlwegs nun alsbald geräumt werden – auch, weil die Bayerischen Staatsforsten das Areal extra für die Lagerung angemietet haben. Patrik Stäbler

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