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Der neue ist der alte Vorstand: (v.l.) Die Ehrenvorsitzende der Nachbarschaftshilfe, Marianne Boegner, gratuliert Schriftführerin Margit Dollansky, Vize-Vorsitzende Michael Mrva, Vorsitzende Gabriele Eggers, Kassier Hartwig Schulz sowie die Beisitzerinnen Gudrun Weishäupl-Prokisch und Hannelore Heinecke. Es fehlen Michaela Hafner-Schindler, Siegfried Rauch und Johann Reitinger.

Nachbarschaftshilfe Taufkirchen

Soziale Größe im Ort

Taufkirchen - 7211 Einsatzstunden im vergangenen Jahr, geleistet von mehr als 330 Mitarbeitern, machen die Nachbarschaftshilfe Taufkirchen zu einer sozialen Größe am Ort. Jetzt standen im gemeinnützigen Verein die Vorstandswahlen an. Vorsitzende Gabriele Eggers und ihr Team erhielten erneut das Vertrauen.

Voll besetzt der Gruppenraum im Hauptgebäude am Ahornring, dem Herzen der Nachbarschaftshilfe. In diesem Haus findet der Hauptteil der Aktivitäten statt – vom Mittagstisch, über Eltern-Kinder-Angebote, ambulanter Pflegedienst bis hin zu Kursen und Fortbildungen. Darüber hinaus gibt es noch Dependancen in der Pappelstraße 2 sowie im Alten Rathaus in der Tölzer Straße. Dort sind Großtagespflegen für die Kleinkindbetreuung untergebracht.

Unter den Besuchern der Veranstaltung war auch Marianne Boegner. „Ohne sie würde es uns heute bestimmt nicht geben“, erzählt Margit Dollansky. Sie selbst ist bereits seit zwölf Jahren Vorstandsmitglied, ist hier Schriftführerin. Boegner ist Ehrenvorsitzende. Sie war unter den 74 Taufkirchnern, die im Mai 1972 die Nachbarschaftshilfe gründeten. Boegner hatte damals die Einsatzleitung, später, von 1980 bis 2006, dann den Vorsitz. Damals wie heute liegen die Schwerpunkte des Vereins in der Unterstützung und Begleitung von Kindern und Familien, der Arbeit mit Senioren und Pflegebedürftigen sowie der Integration ausländischer Mitbürger. Etwa 330 Mitarbeiter setzen sich heute dafür ein, in sechs Fachbereichen mit 25 Ressorts. 1500 Taufkirchner honorieren das mit einer Mitgliedschaft.

Gabriele Eggers zeigte sich über die Geschicke des Vereins im Jahr 2015 sehr zufrieden und erläuterte gleichzeitig neue Ziele. „Mit dem Aufbau von Seniorenpatenschaften realisieren wir generationsübergreifende Konzepte“, sagte die Vorsitzende. Übers Jahr gesehen hätten sich 55 ehrenamtliche Paten in den verschiedensten Bereichen eingebracht. Im Rahmen des Förderprogramms Soziale Stadt habe die Nachbarschaftshilfe darüber die Möglichkeit, eine neue Service- und Beratungsstelle für ältere Menschen zu beziehen, in einer ehemaligen Arztpraxis in der Eschenpassage. „Dort sollen die Demenzbetreuung, die Tagesbetreuung Pflegebedürftiger, die Vermittlung von Hauswirtschaftlichen Diensten wie auch die Beratung Älterer und ihrer Familien untergebracht sein“, berichtet Eggers stolz. Der barrierefreie Umbau der Räume startet bereits am Montag, Bezug ist noch in diesem Jahr.

Im weiteren Verlauf des Abends stellte die Vorsitzende Helga Ziemons vor, die sich im Helferkreis Asyl in Taufkirchen engagiert und ab sofort im Verein auch mit der Vermittlung von Patenschaften für Flüchtlinge befasst ist. „Die Paten treffen sich regelmäßig mit einem Flüchtling oder einer Familie, und helfen mit Rat und Tat im Alltag“, erläuterte Ziemons. „Hilfe zur Selbsthilfe“ sei dabei das Ziel. Bürger, die sich für eine Patenschaft interessieren, können sich an die Nachbarschaftshilfe wenden. Kontakt: ziemons@nachbarschaftshilfe-taufkirchen.de Höhepunkt des Abends: die Wahl.

Der Ausgang – keine Überraschung. Der alte und neue Vorstand um die hauptamtliche Geschäftsführerin Andrea Schatz: Vorsitzende ist weiterhin Gabriele Eggers, ihr Stellvertreter Dr. Michael Mrva; Schriftführerin bleibt Margit Dollansky in nunmehr siebter Amtszeit; Kassier ist Hartwig Schulz. Als Beisitzer bestätigt wurden Michaela Hafner-Schindler, Hannelore Heinecke, Siegfried Rauch, Johann Reitinger sowie Gudrun Weishäupl-Prokisch. Kathrin Kohnke

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