Taufkirchner Duo auf Anhieb Zweiter beim Transalp-Radrennen

- VON ANDREAS HOFFMANN Taufkirchen - Ute Schäfer ist immer noch sehr müde. Sieben Tage lang war die ehemalige deutschen Spitzentriathletin durch die Berge geradelt, hatte beim Transalp-Rennen von Oberammergau an den Gardasee weit mehr als 800 Kilometer und unzählige Pässe bewältigt und dabei rund 21 000 Höhenmeter absolviert. "Das war eine höllische Tortur", sagt die Sportlerin aus Taufkirchen. "Trotzdem hat es viel Spaß gemacht. Und ich könnte mir vorstellen, dass ich im nächsten Jahr wieder mit von der Partie bin."<BR>

Allerdings ist ein Rennradausflug quer durch die Alpen nicht ganz billig. "Wir sind so auf knapp 1000 Euro pro Person gekommen", so Ute Schäfer. Mit ihrem Lebensgefährten Hanno Nüßlein (Taufkirchen) war sie zu diesem internationalen Rennen in der Mixed-Wertung gestartet und hatte am Ende den zweiten Platz belegt. "Erster konnten wir nicht werden, da waren die beiden Profiradler aus Tschechien einfach zu stark", berichtet Schäfer. Doch auch über Rang zwei konnte sich das Mixed-Duo freuen. "Das ist für den Anfang mehr als in Ordnung."<P>Die ehemalige mehrfache Deutsche Meisterin im Triathlon hatte sich auf das Transalp-Rennen freilich auch sehr gut vorbereitet. Rund 7000 Kilometer war sie im Vorfeld geradelt, hatte mit ihrem Freund sogar zwei Trainingslager eingebaut und fühlte sich sehr fit. Doping hätte sie jedenfalls keines gebraucht.<P>Trotzdem waren unerlaubte Mittel auf der Transalp nach dem Fall Ullrich das Gesprächsthema schlechthin. "Ich wundere mich sehr, dass da nicht viel mehr Fälle aufgedeckt werden", sagt Schäfer. "Da sind doch die meisten nicht sauber." Vor vielen Jahren, als Ute Schäfer selbst noch im Triathlongeschäft aktiv war, dachte die Taufkirchnerin etwas idealistischer über ihre sportliche Konkurrenz. "Damals habe ich für eine Kollegin die Hand hingehalten, so überzeugt war ich von ihrer Unschuld." Etwas später wäre ihre Hand ab gewesen, denn die Triathletin wurde positiv gewertet und gesperrt. "Ich kann nur hoffen, Sponsor noch dringend gesucht dass die Tests noch umfangreicher werden und den vielen schwarzen Schafen das Handwerk gelegt wird."<P>Für das kommende Jahr will sich das Duo Schäfer/Nüßlein einen Sponsor suchen. "Da muss ich mal meine alten Kontakte wieder ausgraben", so die Taufkirchnerin. "Mit 2000 Euro wäre ein Geldgeber schon dabei." So schlecht wäre ein Engagement eines Finanziers auch nicht, denn von der Transalp wurde fast täglich im Fernsehen berichtet, und Ute Schäfer und Hanno Nüßlein waren als Zweite der Gesamtwertung meist auch zu sehen.<P>

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