Tempo 30 vor der Grundschule

Hohenbrunn - Auf der Kreisstraße vor der Hohenbrunner Grundschule soll rund um die Uhr nur noch Tempo 30 erlaubt sein. Gemeinsam tragen die Hohenbrunner Gemeinderäte damit einen Antrag der Grünen-Fraktion. Bisher gilt das Tempolimit zwischen 7 Uhr und 17 Uhr.

Bürgermeister Stefan Straßmair (CSU) versicherte, er werde sich im Münchner Landratsamt mit „seinem gesamten Gewicht“ für diese Entscheidung einsetzen. Vor geraumer Zeit schon hatte die Gemeinde bei der Kreisbehörde erreicht, dass das Teilstück der Siegertsbrunner Straße während der Schulzeit, zwischen 7 Uhr und 17 Uhr, nur mit 30 Stundenkilometern befahren werden darf.

Doch während der Bürgerversammlung im vergangenen Jahr hatten mehrere Eltern bemängelt, vor der Grundschule werde nach wie vor zu schnell gefahren. Als Lösung empfindet Martina Kreder-Strugalla den Antrag ihrer Fraktion, keine zeitliche Beschränkung festzulegen, weil damit das geringere Tempo eingängiger sei. Zudem soll am südlichen Ortseingang eine Geschwindigkeitsanzeige installiert werden, die dem Autofahrer seine Geschwindigkeit und ein entsprechendes Smiley anzeigt. Eine solche Anlage steht bereits an der B 471, von Putzbrunn nach Hohenbrunn: „Dann hätten wir auch in der Siegertsbrunner Straße den gleichen Effekt.“

Diese Idee fand durchwegs Zustimmung. Einige Gemeinderatsmitglieder wollten jedoch den Antrag noch etwas modifizieren: Rüdiger Weber (SPD) kann sich vorstellen, eine 30-Stundenkilometer-Regelung bis zum Pfarrer-Wenk-Platz zu erzielen. Das könnte in seinen Augen zu mehr Sicherheit führen, auch für die zwei einmündenden Straßen. Andreas Schlick (Bürgerforum) schlägt vor, Tempo 30 für den Bereich vor der Schule ganztags, aber nur an Werktagen, anordnen zu lassen. „Das ist ein neuralgischer Punkt, an dem Lkws mit einem Affentempo durchfahren“, sagte er. Am Wochenende aber müsste die Tempoeinschränkung seiner Meinung nach nicht sein. Wolfgang Schmidhuber (Grüne) entgegnete, die dauerhafte Geschwindigkeitsreduzierung habe einen besseren „Aufmerksamkeitseffekt“. Vizebürgermeister Benno Maier (CSU) erinnerte daran, dass es schon nicht einfach war, das für die Kreisstraße zuständige Landratsamt davon zu überzeugen, für das Straßenstück vor der Schule eine Geschwindigkeitsbegrenzung umzusetzen. „Die Behörde hat sich nur schwer bewegt“, sagte Maier.

Bürgermeister Straßmair schlug vor, den Antrag der Grünen wortgenau zu übernehmen, ohne weitere zeitliche Einschränkung und ohne eine Ausweitung auf den gesamten Straßenzug. „Lassen Sie uns das erst einmal probieren. Dann können wir immer noch verhandeln, sollte unser Antrag so nicht mitgetragen werden.“ Nicht nur die unmittelbare Nähe zur Grundschule sei eine gute Begründung für das ständige Tempo 30, sondern auch der nahe liegende Kinderspiel- und Sportplatz.

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