Landratsamt hebt Geschwindigkeitsbegrenzung auf

Tempo-Schilder weg: Hohenbrunn will sich wehren

Hohenbrunn - Auf Unverständnis stößt die Entscheidung des Landratsamtes, die Geschwindigkeitsbeschränkung auf der B 471 vor Hohenbrunn aufzuheben. Bisher gilt vor dem Ortseingang Tempo 70.

Diese Schilder sollen weg. Vizebürgermeister Benno Maier (CSU) berichtete dem Haupt- und Finanzausschuss, dass die Straßenverkehrsbehörde den entsprechenden Bescheid erlassen habe. Daraufhin habe die Gemeinde „sofort einen Widerspruch eingelegt“, der jedoch als nicht gerechtfertigt abgewiesen worden sei. Begründet wird dieser Schritt durch das Landratsamt, dass das Ortseinfahrtsschild von Hohenbrunn in einer Entfernung von 200 Meter deutlich zu erkennen sei. Das gelte auch für die dahinter befindliche Verkehrsinsel in der Putzbrunner Straße. Folglich müsste jeder Verkehrsteilnehmer wissen, dass er abbremsen muss. Tatsächlich verhält es sich anders. Viel zu oft wird rasant nach Hohenbrunn eingefahren. Dritte Bürgermeisterin Regina Wenzel (SPD) regte an, dass der Gemeinderat sich positionieren solle. Es gäbe schließlich genügend Punkte, die für eine Geschwindigkeitsbeschränkung vor Hohenbrunn sprechen, etwa die Wohnbebauung, Sportstätten und Kinder, die die Bundesstraße querten. Geschäftsleiter Thomas Wien betonte, dass dies alles schon in die gemeindliche Stellungnahme eingeflossen sei.

Martina Kreder-Strugalla (Grüne) brachte den Klageweg ins Spiel. Wien erwiderte, dass das Wegnehmen von Verkehrszeichen seiner Meinung nach nicht eingeklagt werden könne. Hoffnung haben die Gemeinderatsmitglieder auf einen Vororttermin mit Landrat Christoph Göbel. Dieser signalisierte Gesprächsbereitschaft. Einen konkreten Termin gibt es noch nicht.

wjr

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