Wie teuer darf die Fete werden?

- Diskussion um Zuschüsse für Jubiläen

VON MICHAEL STILLER Neubiberg - Feste soll man bekanntlich feiern, wie sie fallen. Doch was dürfen sie kosten? Im Finanzausschuss des Neubiberger Gemeinderates entbrannte ein Streit über die Frage, welchen Zuschuss die Gemeinde für die beiden Jubiläumsjahre 2003 und 2004 gewähren soll. 2003 feiert man die 100-jährige Namensnennung von Neubiberg und ein Jahr später mit den umliegenden Gemeinden 100 Jahre Bahnstrecke Giesing-Aying.

Gegen die Stimmen der CSU billigte der Ausschuss dafür 50 000 Euro. Mehr wird die Gemeinde nicht zuschießen. Bürgermeisterin Johanna Rumschöttel betonte, dass bei den Grobplanungen schon der Rotstift dominiert hat. "Weniger können wir aber für die Festlichkeiten nicht veranschlagen", meinte sie. Der CSU ist dieser Betrag noch zu hoch. Hartmut Lilge machte deutlich, dass die Feierlichkeiten in keinem Fall "auf Pump" finanziert werden dürfen. Er vermutet, dass die Einnahmen der Gemeinde in 2003 deutlich niedriger liegen werden, und daher mit den Ausgaben für die Feierlichkeiten nicht großzügig umgegangen werden darf.

Für 50 000 Euro kein Kredit nötig

Johanna Rumschöttel widersprach der Darstellung, dass dafür ein Kredit aufgenommen werden müsste. Auch Gemeindekämmerer Manfred Sichler zeigte sich zuversichtlich, ohne Kreditaufnahme das kommende Jahr abschließen zu können. Elisabeth Stettmeier (SPD/NBG) sieht in den Feierlichkeit die große Chance, die vielen Neubürger in das Gemeindeleben zu integrieren. "Dafür können wir uns andere Aktionen sparen, mit denen wir dies krampfhaft versuchen", meinte sie. Daniel Reuter (USU) gab zu Bedenken, dass auch Einnahmen fließen, wie durch den Verkauf des Festprogramms. Über die Höhepunkte des Festprogramms hält man sich im Neubiberger Rathaus noch recht bedeckt. Fest steht, dass die Feierlichkeiten im Mai 2003 beginnen, und eine Festwoche mit Festzug enthalten werden. Die einzelnen Veranstaltungen, die schwerpunktmäßig von den Neubiberger Vereinen durchgeführt werden, koordiniert ein Arbeitskreis, dem auch Gemeinderäte angehören. Das letzte Wort hat der GemeinderatEr muss bei den Haushaltsberatungen die 50 000 Euro noch genehmigen.

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