+
Beim Ortstermin freuen sich (v.r.) Bürgermeister Wolfgang Panzer, Silke Mall von Bayernwerk, Heimatpfleger Günter Staudter und dessen Frau Ursula über das gelungene Kunstwerk.

Kunst am Trafohäuserl

Unterhaching macht Schule

Unterhaching - Eine ünstlerisch umgestaltete Trafo-Station in Unterhaching zeigt die Historie der 1984 abgerissenen und dann neu gebauten Jahnschule.

Es passt einfach alles. Das Türmchen auf dem Walmdach, die Gebäudeform. Perfekt. Die alte Jahnschule in Unterhaching, 1984 abgerissen und neu aufgebaut, ist quasi auferstanden. Als Kunstwerk auf dem Trafo-Häuschen in der Stresemannstraße. 

„Unterhaching macht Schule“: Der gemalte Schriftzug auf der Ostseite der nicht gerade kleinen Trafo-Station ist doppeldeutig. Zum einen dient er natürlich als Blickfang und Verweis darauf, dass hier die Geschichte der Jahnschule, von 1930 bis heute, bildlich dokumentiert hat. Zum anderen steckt dahinter die Botschaft, schnöde Funktionsgebäude optisch ganz anders verpacken zu können – in Unterhaching ist dies jetzt nämlich zum zweiten Mal geschehen: Auch beim Volksfestplatz an der Wallbergstraße ist das Trafo-Häuserl zum Kunstwerk geworden, seit 2012 wird dort an den ehemaligen Straßmaierhof erinnert. 

In beiden Fällen hat der Künstler Markus Ronge aus Potsdam die Unterhachinger Trafo-Häuschen gestaltet. Er ist ein professioneller Sprayer der Firma Art-EFX, die bundesweit mit ihren Kunstwerken für Aufsehen sorgt und unter anderem in Zusammenarbeit mit der Bayernwerk AG deren Trafo-Stationen aufpeppt. 

Wie schon bei Straßmaierhof hat auch für die Jahnschule Heimatpfleger Günter Staudter historisches Bildmaterial als Vorlage(n) geliefert. Das Resultat: wirklich sehr gelungen!

„Bauten sind immer ein Stück Heimatgeschichte“, sagte Bürgermeister Wolfgang Panzer bei der Besichtigung. Es sei gelungen, einen „weiteren Ort der Erinnerung“ zu schaffen. Ganz besonders freute sich Staudters Frau Ursula – sie war in den 1960er Jahren nämlich Lehrerin für Sport und Werken in der alten Jahnschule. Ihr Eindruck: „Von Weitem sieht es so aus, als wäre es ein richtiges Haus.“ 

Das Hinschauen und Verweilen lohnt sich, auch auf der Rückseite: Dort zeigen vier Ansichten von 1956, 1957, 1967 und 1999 die Entwicklung der Jahnschule. Vorn, zur Straße hin, ist das alte Schulhaus liebevoll nachempfunden – und dazu wird der Bogen gespannt von der Vergangenheit zur Gegenwart. Mit Schülern und Eltern von damals und heute. „Nicht nur die Schulhäuser treffen aufeinander, sondern auch die Schülergenerationen“, lobt Silke Mall von der Bayernwerk AG das Kunstwerk. Insgesamt 25 Trafo-Stationen von Bayernwerk werden heuer landesweit künstlerisch umgestaltet. Passend zum hiesigen Slogan „Unterhaching macht Schule“.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Golf-Fahrerin rammt Linienbus
Beim Abbiegen ist eine Golffahrerin aus München mit einem Linieenbus zusammengestoßen.
Golf-Fahrerin rammt Linienbus
Schon wieder: Lkw-Unfall auf der A99
Erneut sind auf der A 99 zwei Sattelzüge aufeinander geprallt. Diesmal in Höhe Kirchheim. An der Unfallstelle bildete sich ein Stau.
Schon wieder: Lkw-Unfall auf der A99
Bootfahren auf der Isar wieder erlaubt
Das Befahren der Isar im Landkreis München ist ab sofort wieder erlaubt.
Bootfahren auf der Isar wieder erlaubt
Das große Bäckersterben - und wie dieser Taufkirchner dagegen kämpft
Immer mehr Bäcker in Deutschland geben ihren Betrieb auf. Konkurrenzdruck und Nachwuchsmangel machen ihnen zu schaffen. Stirbt eines der traditionsreichsten Handwerke …
Das große Bäckersterben - und wie dieser Taufkirchner dagegen kämpft

Kommentare