Ernst Amon mit seinen Enkeln im Juli 2011. Repro: Gefö

Trauer um Landwirt Ernst Amon

Garching - Die Stadt Garching trauert um Landwirt Ernst Amon. Der Sohn des ehemaligen Bürgermeisters Joseph Amon und seiner Frau Therese liebte seine Heimat und gab auch einiges dafür, dass es der Stadt gut geht.

Am Sonntag verstarb Ernst Max Joseph Amon im Alter von 86 Jahren. Er war das erste von zwei Kindern von Joseph Amon. Dieser war als Gutsinspektor der Verwalter des Römerhofes, der damals noch Gut Riemerhof hieß. Das Anwesen war der mit Abstand größte Landwirtschaftsbetrieb in Garching. Hier absolvierte Ernst Amon seine landwirtschaftliche Lehre. Von 1952 bis 1972 war sein Vater Joseph Amon der Bürgermeister Garchings und deshalb übernahm Sohn Ernst auch früh die heimische Landwirtschaft, die seine große Leidenschaft war.

Ernst Amon war immer offen für Neues und als Vorsitzender der Ödlandgenossenschaft sorgte er dafür, dass die Heideflächen westlich von Garching durch Klärschlammdüngungen in fruchtbares Ackerland verwandelt wurden.

Die Landwirtschaft hatte bei Ernst Amon samstags immer eineinhalb Stunden Pause, wenn sein geliebter FC Bayern spielte. Außerdem war ihm die Sonntagsruhe heilig. Überhaupt lebte der heimatverbundene Garchinger gerne zurückgezogen, abseits des großen Rampenlichtes. Er spendete Garchinger Vereinen und Einrichtungen, ohne dies an die große Glocke zu hängen. Seine letzte Spende war das Geld für den Kauf des Maibaumes, den demnächst der Heimatverein aufstellt.

„Wenn es mir gut geht, dann soll es auch anderen gut gehen“, sagte Ernst Amon einmal. Er setzte auch den Wunsch seines Vaters nach einem Seniorenzentrum in der Mitte Garchings um, indem er der Stadt Grundstücke günstig überließ. Ernst Amon hatte auch die Idee, für den Aufbau des Containergymnasiums eines seiner Felder der Stadt zu vermieten. Der Schulzweckverband sparte sich durch den vorhandenen Kanal am Prof.-Angermair-Ring Erschließungskosten in sechsstelliger Höhe.

Ernst Amon war heuer 50 Jahre verheiratet mit seiner Frau Berti. Beide hatten zwei Kinder und sechs Enkel. Das Requiem ist am Freitag, 20. April, um 9 Uhr in der Kirche St. Severin. Anschließend erfolgt der Trauerzug mit Beerdigung zum Friedhof St. Katharina.

Die Familie Amon bittet die Gäste, statt Kränzen Spenden für die Ausstattung des Kindergartens St. Josef zu geben. Die Kontodaten sind: Kath. Pfarramt St. Severin, Konto 90245432, Bankleitzahl 70250150, Betreff „Kindergarten St. Josef, Ernst Amon"“. nb

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