Traumgarten verbindet Generationen

- Feldkirchen - Er ist streng geometrisch und wild, strukturiert minimalistisch und romantisch üppig, er duftet nach Rosen zwischen dem strotzenden Grün der Stauden, Wein rankt an einem Holzpavillon entlang und der weiße Isarkies klickert unter den Füßen: Der Garten der Familien Walter und Huber in Feldkirchen ist ein Traum. Kein Wunder, dass ihn sich der Landesverband für Gartenbau und Landespflege ausgesucht hat, um am Sonntag den Tag der offenen Gartentüre zu eröffnen.<BR>

<P>"Es ist schon aufregend, wenn man überlegt, dass hier auf unserer Brücke der Europakommissar Franz Fischler am Sonntag ein Blumenband durchschneidet", freut sich Josef Walter. Die Brücke hat er für seine Schwiegermutter Helga Huber gebaut - ein wahres Schmuckstück in dem 800 Quadratmeter großen Garten, das wild eingewachsen über den etwa 30 Jahre alten Teich führt. 2001 ist der Düsseldorfer Walter mit seiner Frau Kornelia in deren Heimat Feldkirchen zurückgekehrt - und hat auf das große Grundstück ein sehr modernes Haus gebaut. Doch auch wenn sich das von Glas und Holz dominierte streng geometrische Gebäude stark vom 70er-Jahre Huber-Haus absetzte, sollte keine Trennung vorgenommen werden. Kein Zaun, alles ist offen geblieben. Der Garten ist eben für beide Generationen sehr wichtig, und beiden gefällt die unterschiedliche Art des Nachbarn.<P>"Wir haben unser Haus mit den großen Glasfronten ganz in Richtung Garten ausgerichtet. Da war es uns schon sehr wichtig, dass hier auch das ganze Jahr über etwas blüht", erklärt Walter, ursprünglich Förster von Beruf. Momentan überwiegen im modernen Gartenteil die Farben violett und weiß, im älteren Teil pink und rosa - doch der Garten ändert mit den Jahreszeiten komplett sein Gesicht. Etwa acht Stunden Arbeit macht das Prachtstück pro Woche - es sei denn es stehen wieder größere Aktionen an. Kürzlich haben die Familien den gemüsegarten entfernt und stattdessen Blumen und Stauden gepflanzt. Eine Kräuterecke, etwas Spalierobst und Beerensträucher sind aber genauso geblieben, wie der alte Laubbaumbestand. Dazwischen prangt ein geometrisches Kiesbeet mit einem eisernen Feuerkorb - als Hommage an die Schotterebene und die Isar, die die beiden Walters so lieben.<P>Im Schnitt werden die Gärten beim Tag der offenen Gartentüre von etwa 400 Naturfreunden in der Zeit von zehn bis 17 Uhr besucht.<P>Adresse: Kornelia und Josef Walter, Helga Huber Eschenweg 4a, 85622 Feldkirchen. Claudia Erl<P>

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