Trotz Cannabis legal: Der Krapfen, der „süchtig“ macht

Garching - Die Garchinger Bäckerei Riedmair verkauft pünktlich zum Faschings-Endspurt Cannabis-Krapfen. Diese sollen legal sein, aber „süchtig" machen. „Ein Gag zur Faschingszeit", sagt Konditor Ludwig Riedmair.

Wer sich an Marmelade sattgegessen hat, steigt seit Jahren gerne auf Eierlikör, Vanillecreme und Sektvariationen um. Und wer auch darauf keine Lust mehr hat? Für diese Schleckermäuler hat sich die Garchinger Bäckerei etwas ganz Ausgefallenes ausgedacht: Cannabis-Krapfen! Bis zu 35 000 Krapfen verkauft die Bäckerei & Konditorei Ludwig Riedmair nach eigenen Angaben im Faschingsendspurt. Ab dem 30. Januar gibt es dann nicht nur in Garching, sondern auch in den Filialen in Freimann, Giesing, Oberföhring, Ismaning und Markt Schwaben den Cannabis-Krapfen - mit einem großen, grünen Marzipan-Hanfblatt auf dem Guss aus gehackten Hanfnüssen. Hergestellt wird der neue Leckerbissen aus geschälten und gerösteten Hanfnüssen- gefüllt mit einer Creme aus Hanfnüssen, Vanillepudding und Haselnüssen. Verkaufsleiter Jürgen Wachter kam auf die ausgefallene Idee. Nach mehreren Kostproben ist sich das Team rund um Riedmair einig: Ihre neue Kreation macht „süchtig. Auch wenn Chef Ludwig Riedmair glaubt, dass die Kranpfen vor allem bei den Jüngeren Anklang finden. „Die Älteren werden vermutlich eher mit dem Kopf schütteln.“

Aber ist der Hanf-Krapfen überhaupt erlaubt? Der Bäckerei ist durchaus bewusst, dass viele „mit Hanf die Droge assoziieren, die illegal und kulturfremd ist“. Bei den verwendeten Hanfnüssen handle es sich aber um ein Produkt, das keinen Rausch oder sonstige Nebenwirkungen hervorruft, erklärt Riedmair. Ganz im Gegenteil, die Hanfnuss sei sogar sehr gesund, weil sie so proteinhaltig ist, sagt Riedmair. In den Hanfsamen sowie den Hanfnüssen komme der Wirkstoff Haschisch nicht vor: „Daher eignen sich die Hanfnüsse auch hervorragend für diese außergewöhnliche Krapfenkreation.“ Und so dürfen, so glaubt die Bäckerei, auch die Gesetzeshüter bedenkenlos zubeißen.

Das Betäubungsmittelgesetzt gibt der Bäckerei Recht. Der Gesetzgeber hat Nutzhanf mit weniger als 0,2 Prozent THC, dem Wirkstoff der Pflanze, von den betäubungsmittelrechtlichen Vorschriften ausgenommen, wenn er gewerblichen oder wissenschaftlichen Zwecken dient - sofern der Missbrauch zu Rauschzwecken ausgeschlossen ist. So steht es im Betäubungsmittelgesetz.

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